Anti-Israel-Kampagne: Mamdani-Ehefrau Duwaji in Kritik
Die Ehefrau von New Yorks Bürgermeister steht wegen einer Anti-Israel-Kampagne unter Druck: Rama Duwaji lieferte Grafiken für eine umstrittene politische Initiative. Kritiker werfen ihr radikale Positionen vor und stellen ihren Status als „Privatperson“ zunehmend infrage.
Die politischen Verbindungen und Aktivitäten von Duwaji sorgen derzeit für heftige Kontroversen.IMAGO/Anadolu Agency
Neue Enthüllungen bringen die politische Führung New Yorks in Bedrängnis. Im Zentrum steht ausgerechnet Rama Duwaji, die Ehefrau von Bürgermeister Zohran Mamdani und First Lady der Stadt. Während dieser öffentlich betont, seine Frau sei keine Person des öffentlichen Lebens, zeigen aktuelle Berichte ein anderes Bild. Duwaji war aktiv an einer Kampagne beteiligt, die gezielt politische Kandidaten unterstützt, die sich klar gegen Israel positionieren. Damit verschärft sie eine ohnehin aufgeheizte Debatte, wie The New York Post exklusiv berichtete.
Kunst für umstrittene Kampagne
Duwaji, die als professionelle Illustratorin arbeitet, stellte Grafiken für die Kampagne „PalestineOnTheBallot.com” der New Yorker Sektion der „Democratic Socialists of America” (DSA) zur Verfügung. Mit der Initiative sollten Kandidaten in demokratischen Vorwahlen gefördert werden, die sich gegen finanzielle Unterstützung durch das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) aussprechen.
In den Kampagnenbotschaften hieß es: „Die demokratischen Vorwahlen finden am 25. Juni statt und Palästina steht auf dem Wahlzettel, sogar für Ihre NY-Staatsabgeordneten.“ Zudem wurden Wähler direkt mit Fragen wie „Sind Ihre Abgeordneten aus New York für einen Waffenstillstand? Wollen sie die Subventionen für israelische Kriegsverbrechen einstellen? Nehmen sie Geld von der AIPAC in New York an?”
Die Kampagne rief dazu auf, gezielt Kandidaten zu unterstützen, die eine pro-palästinensische Linie verfolgen. „Geht auf Palestine.com, um zu sehen, wo sie stehen. Dann erstellt euren Wahlplan und geht wählen, um pro-palästinensische Sozialisten zu wählen, die eure Unterstützung brauchen.“
@nyc_dsa The Democratic primary is on June 25 and Palestine is on the ballot, even for your NY state reps. Are your NY Reps pro-ceasefire? Do they want to end subsidies for Israeli war crimes? Are they taking money from the AIPAC of NY? Go to palestineontheballot.com to see where they stand. Then, make your voting plan and get out the vote for pro-Palestinian socialists who need your support. Animation by Rama Duwaji Website by Dylan Awalt-Conley #🇵🇸 #nyc #newyork #vote #palestine ♬ original sound - NYC-DSA
Politische Verbindungen sorgen für Kritik
Besonders brisant: Die Kampagne unterstützte auch den sogenannten „Not on Our Dime Act“. Dieser Gesetzesvorschlag nimmt Organisationen ins Visier, die angeblich „Israeli Settler Violence“ unterstützen. Eingebracht wurde dieser Gesetzentwurf von Zohran Mamdani, damals noch Abgeordneter im Bundesstaat New York.
Für Kritiker zeigt sich hier eine enge Verflechtung zwischen politischer Agenda und persönlichem Umfeld. Duwajis Engagement steht zudem im Widerspruch zu Mamdanis jüngster Darstellung, seine Frau sei lediglich eine Privatperson. Ein scharfer Kritiker ist der ehemalige Abgeordnete Dov Hikind. Er sagt: „Sie beide sind voller widerlicher Judenfeindschaft.“ Und weiter: „Die First Lady ist radikaler als Mamdani, und das will etwas heißen. Sie ist gefährlich und er ist gefährlich. Sie sind radikale Islamisten. Was für ein tolles Paar. Mazel Tov!“
Alte Posts, neue Debatte
Zusätzlichen Zündstoff liefern Berichte über Duwajis frühere Social-Media-Aktivitäten. Demnach soll sie Beiträge geliked haben, in denen der Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 gefeiert wurde. Auch Kritik an den USA sowie Sympathien für palästinensische Akteure wurden thematisiert. Darüber hinaus wurde bekannt, dass sie Illustrationen für einen als antisemitisch bezeichneten Autor erstellt haben soll. Ihre Beteiligung an der DSA-Kampagne wird von Kritikern als weiterer Beleg für ihre klare politische Haltung gewertet.
Die Debatte betrifft auch Mamdani selbst. Der Bürgermeister ist Mitglied der DSA und unterstützt die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung gegen Israel. Zudem erklärte er, er würde Israels Premierminister Benjamin Netanjahu verhaften lassen, sollte dieser New York besuchen. Erst kürzlich sorgte er erneut für Aufsehen, als er Israel „Völkermord” im Gazastreifen vorwarf – und das nur einen Tag nach einem Treffen mit orthodoxen jüdischen Führungspersönlichkeiten, bei dem er Maßnahmen gegen Antisemitismus zugesichert hatte.
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