Asylzahlen: so viele Anträge gab es 2025 in Österreich
2025 hat Österreich einen Rückgang bei den Asylanträgen beschert. Gesamt wurden 16.284 Ansuchen gestellt. Das ist ein Minus von 36 Prozent gegenüber dem Jahr davor.
Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA), Gernot Maier und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Freitag, 23. Jänner 2026, während einer PK des Innenministeriums zum Thema "Harte und gerechte Asylpolitik - Bilanz 2025" in Wien.APA/GEORG HOCHMUTH
Hochgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegt Österreich damit in der EU an zwölfter Stelle. In der Antragsstatistik an der Spitze stehen heuer Afghanen vor Syrern. Gewährt wurde Asyl bzw. subsidiärer Schutz in 11.384 Fällen. Dazu kamen 1.315 humanitäre Aufenthaltstitel.
Vermeldet werden zudem 14.156 Ausreisen. 4.000 dieser ausgereisten Personen haben in der Vergangenheit einen Asylantrag gestellt. Zwangsweise erfolgte die Ausreise in 48 Prozent aller Fälle. Fast die Hälfte der zwangsweise Abgeschobenen (48 Prozent) war straffällig. Bei den im Vorjahr abgeschobenen Personen liegen Slowaken vor Türken an der Spitze. Schubhaft wurde in über 3.100 Fällen verhängt. In knapp 2.500 Fällen wurde Asyl bzw. subsidiärer Schutz aberkannt. Mit Abstand am häufigsten betroffen waren Russen.
Karner forciert Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan
Als erstes Land habe Österreich im Vorjahr direkt nach Syrien abgeschoben, wenig später auch nach Afghanistan. 926 Syrer verließen Österreich, der größte Teil von ihnen (805) freiwillig. Auch 201 Afghanen reisten aus, der größte Teil von ihnen (169) allerdings zwangsweise. Bisher sei in Einzelfällen in diese Herkunftsländer abgeschoben worden, das soll künftig der Regelfall werden, so Karners Ziel.
FPÖ weiter unzufrieden
Wenig Begeisterung für die Asylbilanz bringt die FPÖ auf. Sicherheitssprecher Gernot Darmann forderte einen “Asylstopp” und eine “Remigrationspolitik”. Karners Bilanz sei verheerend – schließlich hätten im Jahr 2022 “über 112.000 illegale Einwanderer unser Land überrannt.”
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