Attacken auf Kirchen: Vandalismus wid immer schwerwiegender
Vandalismus wird immer schwerwiegender – das zeigen neue Zahlen aus dem Innenministerium. Vor allem schwere Beschädigungen an Kirchen, Gedenkstätten und Denkmälern nehmen zu. Mehr dazu hier!
Eine parlamentarische Anfrage zur Sicherheit von Kirchen und Gedenkstätten bringt neue Details ans Licht: Zwar ist die Gesamtzahl der angezeigten Delikte in den vergangenen Jahren rückläufig, gleichzeitig nimmt jedoch die Schwere der Taten zu. Besonders auffällig ist der Anstieg bei schwerer Sachbeschädigung an Denkmälern und Gedenkstätten und religiösen Gebäuden.
Laut polizeilicher Kriminalstatistik stieg die Zahl der schweren Sachbeschädigungen an Denkmälern von 37 Fällen im Jahr 2019 auf 46 im Jahr 2024. Zwischenzeitlich wurde 2023 sogar ein Höchstwert von 55 Fällen erreicht. Damit liegt das Niveau deutlich über jenem vor Beginn der letzten Gesetzgebungsperiode. Im Gegensatz dazu blieb die einfache Sachbeschädigung an Denkmälern über den gesamten Zeitraum betrachtet stabil und lag 2024 mit 19 Fällen wieder exakt auf dem Wert von 2019.
Ähnliches Bild bei religiösen Gebäuden
Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei religiösen Gebäuden: Weniger „kleine“ Delikte, aber weiterhin viele schwere Angriffe. 2024 registrierte die Polizei 109 Fälle schwerer Sachbeschädigung. Insgesamt erreichten die erfassten Delikte rund um religiöse Einrichtungen und Gedenkstätten 2021 ihren Höchststand, seither gingen die Zahlen zurück – doch bei den schweren Fällen bleibt die Lage angespannt.
Innenminister Gerhard Karner betont in seiner Beantwortung, dass der Schutz von Kirchen und Gedenkstätten Teil des regulären Sicherheitsauftrags der Polizei sei. Konkrete Maßnahmen würden laufend an aktuelle Gefährdungseinschätzungen angepasst, insbesondere zu religiösen Feiertagen und in sensiblen Zeiträumen.
Für die aktuelle Gesetzgebungsperiode liegen zwar großteils bereits Daten aus 2025 vor. Dabei handelt es sich laut Innenministerium jedoch um Rohdaten, die noch keine Qualitätskontrolle und keine weiteren Prüfmechanismendurchlaufen haben. Deshalb werden die 2025er-Zahlen noch nicht veröffentlicht – belastbare Werte können erst nach Abschluss dieser Prüfungen genannt werden.
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