Die EU-Kommission plant laut internen Dokumenten die Schaffung von rund 2.500 neuen Stellen in EU-Agenturen und Institutionen. Für den freiheitlichen EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky ist das ein fatales Signal zur falschen Zeit. Während die Lebenshaltungskosten europaweit steigen und viele Menschen sparen müssen, wachse der Verwaltungsapparat in Brüssel weiter ungebremst, kritisierte er am Mittwoch.

Bereits jetzt beschäftigt die Europäische Union rund 60.000 Mitarbeiter. Die jährlichen Kosten für diesen Apparat belaufen sich auf 13 bis 14 Milliarden Euro. „Dieser aufgeblähte Beamtenapparat ist längst außer Kontrolle“, kritisierte Vilimsky scharf. Anstatt sich auf zentrale Aufgaben zu konzentrieren, produziere die EU immer neue Posten, Zuständigkeiten und Ausgaben – ohne erkennbaren Mehrwert für die Bürger.

Monatlicher Standortwechsel des EU-Parlaments in der Kritik

Besonders kritisch sieht Vilimsky, dass ineffiziente und teure Strukturen weiterhin aufrechterhalten werden. Als Beispiel nannte er den monatlichen „Wanderzirkus“ des EU-Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg, der hohe Zusatzkosten verursacht. Der geplante Personalaufbau verschärfe dieses Problem zusätzlich.

Die aktuelle Entwicklung zeige deutlich, worum es der EU gehe: um Selbsterhalt, Machtausbau und Versorgungsposten, so der FPÖ-Politiker. Er fordert daher einen sofortigen Stopp neuer Stellen, einen konsequenten Abbau des überdimensionierten Verwaltungsapparats sowie das Ende von Doppel- und Parallelstrukturen. Jeder weitere Posten sei eine zusätzliche Belastung für Europas Steuerzahler.