Berlin-Blackout – Kickl schlägt Alarm: Linksextremismus wird verharmlost
FPÖ-Chef Herbert Kickl sieht in dem Berliner Blackout ein Alarmsignal. Nach dem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung und einem Bekennerschreiben spricht Kickl von einer gefährlichen Verharmlosung linker Gewalt. „Das kann auch in Österreich passieren“, warnt die FPÖ.
Kickl warnt: Linksextremismus wird unterschätzt. „Nun bekommt man die Rechnung präsentiert.“IMAGO/SEPA.Media
Ein Brandanschlag auf eine Strombrücke in Berlin, 45.000 Haushalte ohne Strom und ein Bekennerschreiben einer linksextremen Gruppe: Herbert Kickl schlägt nach dem Berliner Blackout Alarm. „Unfassbar, was hier abgeht“, schreibt der FPÖ-Chef auf Facebook. „Damit ist klar: Die linksradikale ‚Vulkangruppe‘ reklamiert den Anschlag für sich. Der Linksextremismus wird vom System noch immer unterschätzt. Nun bekommt man die Rechnung präsentiert…“
FPÖ: Könnt auch Österreich treffen
Auch der freiheitliche Linksextremismussprecher Sebastian Schwaighofer meldet sich zu Wort. Der mutmaßlich linksextreme Anschlag zeige „in aller Härte“, wie verwundbar moderne Gesellschaften sind. „Dieser Anschlag trifft die Menschen mitten im Alltag. Er erzeugt Stress, Panik und das Gefühl, vom Staat im Stich gelassen zu sein“, warnt der Nationalratsabgeordnete.
Und Schwaighofer geht noch weiter: „Das ist gezielte Destabilisierung, die auch in Österreich jederzeit passieren könnte.“
„Pulverfass“: Warnung vor Eskalation – besonders in heiklen Räumen
Schwaighofer sieht darin eine massive Gefahr, die zurzeit unterschätzt werde: „Besonders brisant ist die Situation in multikulturell geprägten Räumen. Wenn Strom, Kommunikation und staatliche Ordnung eingeschränkt sind, wird aus scheinbarer Stabilität rasch ein Pulverfass.“
Es drohe eine Eskalationskette: „Konflikte verschärfen sich, Misstrauen wächst, und die Hemmschwelle für Gewalt sinkt, der Bevölkerungsaustausch wird schlagartig sichtbar. Wer diese Realität ausblendet, handelt fahrlässig.“
„Grenzüberschreitend, vernetzt, professionell“
Der Fall stehe „nicht isoliert“ da. Auch ein österreichisches Unternehmen sei bereits betroffen gewesen – im Februar seien Baukräne „mutwillig in Brand gesetzt“ worden. Kurz: „Die Gefahr ist grenzüberschreitend, die Täter agieren vernetzt und professionell.“
Angriff auf Regierung: „Gefahr verharmlost und ignoriert“
Den politischen Gegner lässt die FPÖ in der Aussendung nicht aus. Das von der ÖVP geführte Innenministerium bleibe „vollkommen passiv. Während in Deutschland die Auswirkungen linksextremer Sabotage tagtäglich sichtbar sind, wird das Thema in Österreich weiterhin verharmlost oder ignoriert.“
Der FPÖ-Sprecher hält fest: „Wer jetzt noch wegschaut, riskiert, dass solche Szenarien auch bei uns Realität werden.“ Und: „Wenn es einmal dunkel wird, zeigt sich sehr schnell, wie fragil Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt tatsächlich sind“.
„Handeln ist jetzt notwendig“
Die FPÖ fordert „einen klaren Systemwechsel in der Sicherheits- und Innenpolitik“: kritische Infrastruktur schützen, linksextreme Netzwerke konsequent bekämpfen, Ordnung jederzeit aufrechterhalten.
Andernfalls könnten Sabotage, Angst und Chaos auch in Österreich zur Realität werden. „Handeln ist jetzt notwendig – nicht erst wenn auch in Wien das Licht ausgeht.“
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