Biber-Debatte spitzt sich zu: Bauernbund fordert Konsequenzen
Der Biber sorgt in Niederösterreich für beschädigte Dämme, verunsicherte Gemeinden und jetzt auch einen politischen Schlagabtausch. Die Kritik an der zuständigen FPÖ-Landesrätin wird dabei immer lauter.
Europäischer Biber: Sorgt durch Schäden an Dämmen und Infrastruktur für Konflikte in Niederösterreich.IMAGO/imagebroker
Der Ton wird rauer im Streit um den Umgang mit dem Biber in Niederösterreich. Bauernbund-Nationalrätin Martina Diesner-Wais (ÖVP) geht nun frontal auf Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) los und wirft ihr vor, vom eigentlichen Problem abzulenken.
Die Kritik ist deutlich formuliert: „Die jüngsten Aussagen der blauen Tier- und Naturschutzlandesrätin Susanne Rosenkranz in Richtung Bundesminister Norbert Totschnig sind nichts anderes als eine klassische Nebelgranate“, so Diesner-Wais. Für sie ist klar: Statt politischer Wortgefechte brauche es endlich konkrete Maßnahmen.
„Veritables Biberproblem“
Im Zentrum steht das wachsende Biberproblem, das laut Bauernbund längst nicht mehr nur ein Randthema ist. Schäden an Dämmen und Infrastruktur sorgen zunehmend für Unruhe in Gemeinden und bei Grundeigentümern. Diesner-Wais zeichnet ein klares Bild der Lage: „Wir haben ein veritables Biberproblem, und die zuständige Tier- und Naturschutzlandesrätin Susanne Rosenkranz schießt lieber medial auf Plüschtiere.“
Besonders kritisch sieht sie den Umgang der zuständigen Landesrätin mit der Situation. Während öffentlich diskutiert werde, bleibe die praktische Lösung aus. „Doch wenn es um die lebenden Tiere geht, schließt sie beide Augen, statt zu helfen. So bleiben die tatsächlichen Probleme vieler Landsleute, Gemeinden, Grundeigentümer und Bauern in Niederösterreich weiterhin ungelöst“, kritisiert die Nationalrätin.
Dabei sieht Diesner-Wais die Verantwortung eindeutig bei Rosenkranz. Seit Jahren sei sie für Tier und Naturschutz zuständig und damit auch für konkrete Maßnahmen. Es fehlen Fortschritte, stattdessen gebe es Stillstand.
Klare Forderung nach Lösungen
Ein Blick in andere Bundesländer zeigt, dass es auch anders geht. Dort werden bereits klar geregelte Maßnahmen umgesetzt. Für Diesner-Wais ist das ein Hinweis darauf, dass praktikable Wege vorhanden wären, wenn der politische Wille da ist.
Diesner-Wais fordert rasche und klare Maßnahmen im Umgang mit dem Biber, inklusive möglicher Abschusskontingente. Zugleich betont sie: „Wer Verantwortung trägt, muss handeln.“ Ohne konkrete Schritte drohe eine weitere Verschärfung der Lage.
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