Mehr als zehn Straftaten pro Tag gegen Kirchen – aber der größte Teil der staatlichen Schutzmillionen fließt an Moscheen. Über diese brisante Schieflage hat der exxpress bereits berichtet. Nun meldet sich auch Monty-Python-Star John Cleese zu Wort – und greift Premier Keir Starmer frontal an.

Cleese schrieb auf X, Starmer sei „so abhängig von muslimischen Stimmen“, dass er nicht einmal mehr den Anschein von Fairness wahre. Seine Schlussfolgerung: Großbritannien brauche „neue Wahlen“.

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40 Millionen für Moscheen – nur 5 Millionen für den Rest

Der Hintergrund der Empörung ist brisant: Für 2026/27 sind in Großbritannien bis zu 40 Millionen Pfund (rund 46 Millionen Euro) für Moscheen und muslimische Einrichtungen vorgesehen. Jüdische Einrichtungen erhalten 28,4 Millionen Pfund (rund 33 Millionen Euro). Für alle übrigen Glaubensstätten zusammen – also auch Kirchen – bleiben nur 5 Millionen Pfund (etwa 5,7 Millionen Euro).

Gerade das sorgt für Kritik. Denn Kirchen sind massenhaft von Einbrüchen, Vandalismus und Brandstiftung betroffen, spielen beim staatlichen Schutz aber nur eine Nebenrolle.

Diese Entwicklung hat übrigens nicht mit der jetzigen Regierung begonnen. Die großen Programme wurden ursprünglich noch unter der konservativen Regierung von Rishi Sunak gestartet. Starmer hat diesen Kurs jedoch nicht nur fortgeführt, sondern weiter ausgebaut. So kamen unter seiner Regierung weitere Mittel für muslimische Einrichtungen hinzu.

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Kritiker sehen einen problematische Linie bei Starmer

Für Starmers Gegner ist das kein Einzelfall. Sie verweisen auf mehrere Entscheidungen, die in dieselbe Richtung gehen.

So setzte seine Regierung im Februar 2025 eine Arbeitsgruppe ein, die eine offizielle Definition von „anti-muslimischem Hass“ beziehungsweise Islamophobie ausarbeiten sollte. Im März 2026 wurde dann eine neue, nicht gesetzliche Definition von anti-muslimischer Feindseligkeit veröffentlicht. Gleichzeitig kündigte die Regierung einen eigenen Sonderbeauftragten gegen anti-muslimische Feindseligkeit an. Kritiker sehen darin eine institutionelle Sonderbehandlung muslimischer Anliegen.

Moscheebesuch mit Signalwirkung: Premier Keir Starmer sucht zunehmend die Nähe zu muslimischen Gemeinden.
Moscheebesuch mit Signalwirkung: Premier Keir Starmer sucht zunehmend die Nähe zu muslimischen Gemeinden.

Dazu kommt ein eigener Fonds gegen Hass auf Muslime. Die Regierung startete 2025 ein eigenes Förderprogramm gegen anti-muslimischen Hass. Im Juli 2025 wurde dafür der Britische Muslimische Trust als Partner ausgewählt. Er soll Vorfälle erfassen, Opfer unterstützen und eine eigene Meldestruktur aufbauen. Für Kritiker ist auch das ein weiteres Zeichen dafür, dass muslimische Anliegen politisch besonders stark verankert werden.

Auch symbolisch setzte Starmer klare Signale. Beim großen Fastenbrechen im Parlament sprach er von einer „sehr schwierigen Zeit“ für Muslime in Großbritannien und verwies ausdrücklich auf das Leid in Gaza. In konservativen Kreisen wurde das als demonstrative Annäherung gelesen.

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Starmer brach mit dem Corbyn-Kurs

Besonders brisant ist aber die politische Vorgeschichte. Denn vieles deutet darauf hin, dass Starmer zunächst bewusst einen Gegenkurs zur Ära seines Vorgängers Jeremy Corbyn einschlug – und später unter Druck zurückruderte.

Nach der Wahlschlappe 2019 führte Starmer Labour gezielt zurück in die politische Mitte. Er wollte den Ruf der Partei als antisemitisch belastete, radikal nach links gerückte Kraft loswerden. Nachrichtenagenturen schrieben 2024 ausdrücklich, dieser Kurs habe Teile ethnischer Minderheiten und Wähler entfremdet, die Corbyns linke Vision unterstützten.

Das ist deshalb relevant, weil Corbyn in der Vergangenheit die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah als „Freunde“ bezeichnet hatte und später nach dem Antisemitismus-Bericht suspendiert wurde. Starmer wollte genau dieses Image abschütteln – und trat deshalb anfangs deutlich israelfreundlicher auf als viele in der Labour-Linken.

Jeremy Corbyn stellt sich in London hinter pro-palästinensische Aktivisten im Hungerstreik. Dabei scheut er nicht die Nähe zu radikalen Gruppen.
Jeremy Corbyn stellt sich in London hinter pro-palästinensische Aktivisten im Hungerstreik. Dabei scheut er nicht die Nähe zu radikalen Gruppen.

Nach dem 7. Oktober stand Starmer noch klar hinter Israel

Unmittelbar nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 war Starmers Linie eindeutig. Er betonte das Selbstverteidigungsrecht Israels und lag in der Gaza-Frage zunächst deutlich näher an der damaligen Regierungslinie von Sunak als an den propalästinensischen Stimmen im eigenen Lager.

Genau diese Haltung brachte ihm jedoch massiven Widerstand ein. Bereits im November 2023 trat Labour-Politiker Imran Hussain aus Protest gegen Starmers Gaza-Kurs zurück. Kurz darauf rebellierten 56 Labour-Abgeordnete gegen die Parteiführung und stimmten für einen Waffenstillstand. Acht Mitglieder des Schattenkabinetts legten dafür sogar ihre Ämter nieder. Das war kein Randphänomen mehr, sondern ein offener Aufstand gegen Starmers Kurs.

Mitten im Protestzug: Jeremy Corbyn marschiert bei einer der größten pro-palästinensischen Demonstrationen in London mit.
Mitten im Protestzug: Jeremy Corbyn marschiert bei einer der größten pro-palästinensischen Demonstrationen in London mit.

Druck aus Partei und muslimischen Wählergruppen

Hinzu kam wachsender Druck von außen. Berichten zufolge begann Starmers Büro Anfang 2024 damit, britische Muslime gezielt zu befragen und Fokusgruppen durchzuführen, weil die Sorge wuchs, man könnte eine traditionell loyale Wählergruppe verlieren. In der Partei war bereits von Schadensbegrenzung die Rede.

Diese Angst war nicht unbegründet. In Wahlkreisen mit hohem muslimischen Bevölkerungsanteil geriet Labour zunehmend unter Druck. Mehrere propalästinensische Kandidaten konnten Labour ernsthaft gefährden oder sogar schlagen. Berichten zufolge verlor Labour in Wahlkreisen mit einem muslimischen Bevölkerungsanteil von mehr als zehn Prozent im Schnitt deutlich an Zustimmung.

Für Kritiker ist das entscheidend: Starmer bekam Druck aus der Partei, Druck von propalästinensischen Aktivisten und Druck aus muslimischen Wählermilieus – und reagierte darauf.

Dann kam der Kurswechsel

Tatsächlich änderte sich die Tonlage schon wenige Monate später. Im Februar 2024 forderte Starmer plötzlich eine dauerhafte Waffenruhe. Für viele Beobachter war das weniger ein Lernprozess als ein politischer Kurswechsel unter Druck.

Dazu kamen weitere Signale. Im April 2025 lud die britische Regierung den palästinensischen Premier nach London ein und kündigte ein Paket von 101 Millionen Pfund für humanitäre Hilfe, wirtschaftliche Entwicklung und den Aufbau palästinensischer Strukturen an. Offiziell ist das klassische Zwei-Staaten-Politik. Kritiker lesen es als weiteres Signal an propalästinensische und häufig muslimische Milieus.

Starmers Einlenken gilt als Zeichen der Schwäche.

Politik mit zweierlei Maß?

Die Regierung argumentiert, Moscheen und jüdische Einrichtungen seien stärker von Hasskriminalität betroffen und müssten deshalb gezielt geschützt werden. Die neue Definition von anti-muslimischer Feindseligkeit sei überdies nicht rechtsverbindlich und solle Kritik am Islam nicht unterbinden.

Doch für viele Kritiker bleibt ein anderer Eindruck: Kirchen werden tausendfach attackiert, bekommen beim Schutz aber nur Brosamen. Zugleich sieht man bei Starmer einen Kurs, der immer stärker nach Rücksicht auf muslimische Anliegen, muslimische Wähler und das propalästinensische Lager aussieht.

Für John Cleese steht fest: Starmer sei von muslimischen Stimmen abhängig geworden. Deshalb brauche Großbritannien Neuwahlen. Jetzt.