Etwa einen Monat nach der Präsentation des Berichts der Wehrdienstkommission erhält deren zentrale Empfehlung prominente Unterstützung: Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellt sich hinter die vorgeschlagene Verlängerung des Wehrdienstes.

Die Kommission hatte sich eindeutig für eine Ausdehnung ausgesprochen. Konkret favorisieren die Expertinnen und Experten das Modell „8+2“ – also acht Monate Grundwehrdienst mit anschließenden zwei Monaten verpflichtender Milizübungen. Ziel sei es, Ausbildungsqualität, Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres nachhaltig zu stärken.

„Verantwortungsbewusst gearbeitet“

Nun bezieht auch der Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres klar Stellung. Die Wehrdienstkommission habe „kompetent und verantwortungsbewusst gearbeitet“, heißt es in einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei. Aufbauend auf deren Vorschlägen sei insbesondere die Wiedereinführung von Milizübungen ein wichtiger Schritt.

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Mit Blick auf die internationale Sicherheitslage betont Van der Bellen die Notwendigkeit struktureller Anpassungen. „Angesichts der geopolitischen Lage und zur Verbesserung der Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten unterstütze ich als Oberbefehlshaber den Vorschlag der Kommission, durch eine Wehrdienstverlängerung eine bessere Ausbildung des Bundesheeres sicherzustellen“, so das Staatsoberhaupt.

Österreich brauche ein „modernes und einsatzbereites Bundesheer“. Die politische Debatte über die konkrete Umsetzung der Reform dürfte damit weiter an Dynamik gewinnen.