Der Auftakt zum Christian-Pilnacek-Untersuchungsausschuss brachte eine Premiere: einen Lokalaugenschein direkt am Fundort. Am Mittwoch begaben sich die Abgeordneten zu jenem Donau-Seitenarm in Rossatz (NÖ), in dem der einflussreiche Justiz-Sektionschef am 20. Oktober 2023 tot aufgefunden worden war.

Wie oe24 berichtete, mussten rund 100 Teilnehmer zu Fuß durch die schmalen Gassen des Dorfes Rossatz hinunter zur Au gehen. Der Grund: Der Parlamentsbus blieb stecken und konnte nur im Ortskern anhalten.

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) erschien in Jäger-Kleidung und Gummistiefeln, an seiner Seite FPÖ-U-Ausschuss-Fraktionschef Christian Hafenecker. SPÖ-Fraktionschef im U-Ausschuss, Jan Krainer, trug eine dicke Haube. Es war sehr kalt.

Kriminalbeamter erklärt Details – ÖVP kritisiert „Wandertag“

Ein Kriminalbeamter erklärte den Abgeordneten, wo die Leiche gefunden wurde und wie sie geborgen wurde. Er war bei der Bergung selbst allerdings nicht dabei. Die ersten Zeugen vor Ort sprechen am Donnerstag vor dem U-Ausschuss.

„Es hat mir geholfen, die Aktenlage besser zu verstehen“, sagte Nina Tomaselli von den Grünen. Nur die ÖVP war gegen die Nachschau vor Ort. Andreas Hanger (ÖVP) sprach von einem „teuren Wandertag“.