In der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ wollte die Moderatorin von Spahn wissen: „Der außenpolitische Sprecher Ihrer Fraktion, der hat im Zuge des Grönland-Streits einen Boykott der WM in die Debatte eingebracht, die ja in den USA auch stattfinden soll. Gestern hat der DFB-Vizepräsident gesagt, er ist auch dafür. Jetzt bekennen Sie sich mal: Ja oder Nein, WM-Boykott dieses Jahr?“

Spahn entgegnete: „Das ist nichts, was wir jetzt entscheiden müssen. Sport ist erstmal Sport. Entscheidend ist, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Dass die Debatten jetzt wieder so sind, wie sie vorletzte Woche waren, das wird ja nicht passieren. Das ist wie in einer Beziehung, in einer Ehe. Wenn Drohungen mal so offen auf dem Tisch waren, vor aller Öffentlichkeit ausgetragen wurden, dann geht es ja am nächsten Tag nicht so weiter, als wäre nichts gewesen.“

„Ich würde mal sagen, wir warten ab“

„Tendenz zu Ja, Herr Spahn?“, hakte die Moderatorin nach.

Spahn antwortete: „Ich würde mal sagen, wir warten ab, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Ich halte nichts davon, den politischen Fokus jetzt auf diese Debatte zu legen. Wir müssen doch darüber reden, wenn wir souveräner, eigenständiger sein wollen, wenn wir sagen, wir wollen agieren, nicht reagieren, dann müssen wir jeden Tag alle Entscheidungen danach ausrichten: in der militärischen Stärke, in der Sicherheitspolitik, den Befugnissen unserer Geheimdienste, nuklearer Teilhabe und für wirtschaftliches Wachstum.“

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft wird 2026 unter anderem in den USA ausgetragen. CDU-Politiker Jürgen Hardt forderte Mitte Januar wegen Donald Trumps Politik einen WM-Boykott.

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