Corona-Booster & Schlaganfall? Schwere Versäumnisse der Biden-Regierung
Interne E-Mails, geheime Analysen und brisante Daten: Laut US-Senator wurde ein Schlaganfall-Signal nach Corona-Booster früh erkannt – doch Biden-Behörden hätten Formulierungen abgeschwächt und keine klare Warnung ausgesprochen.
Ein neuer Bericht aus dem US-Senat sorgt für Aufsehen: Der republikanische Senator Ron Johnson wirft amerikanischen Gesundheitsbehörden vor, Hinweise auf mögliche Risiken von Covid-19-Booster-Impfungen gekannt – aber nicht ausreichend kommuniziert zu haben. Grundlage sind interne Unterlagen aus Ministerien und Behörden, die nun ausgewertet wurden. Im Zentrum steht ein konkreter Verdacht: Ein statistisch auffälliges Signal für ischämische Schlaganfälle (Hirninfakt) bei älteren Menschen nach einer Booster-Impfung soll bereits Ende 2022 erkannt worden sein. Eine klare Warnung an die Öffentlichkeit habe es jedoch nicht gegeben.
Wer ist Ron Johnson – und warum untersucht er das?
Johnson ist Vorsitzender des Permanent Subcommittee on Investigations (PSI) im US-Senat – eines der einflussreichsten Kontrollgremien in Washington. Bereits im Mai 2025 hatte er einen umfangreichen Bericht vorgelegt, in dem er den Behörden vorwarf, Risiken wie Herzmuskelentzündungen nach mRNA-Impfungen heruntergespielt zu haben. Damals wurden tausende Seiten interner Dokumente veröffentlicht.
Der aktuelle Bericht ist eine Fortsetzung dieser Untersuchungen. Johnson argumentiert, dass seine Subkommission im Zuge der Aufarbeitung weiterer Unterlagen auf neue Hinweise gestoßen sei – diesmal in Zusammenhang mit möglichen Schlaganfällen.
Die Chronologie: Was laut Bericht passiert ist
Ende November 2022 registrierte ein US-Überwachungssystem erstmals ein sogenanntes „statistisch signifikantes Sicherheitssignal“ bei Personen über 65 Jahren. Dabei handelt es sich nicht um einen Beweis für einen Zusammenhang – sondern um einen Hinweis, der weitere Untersuchungen auslöst.
In den Wochen danach wurde dieses Signal mehrfach erneut festgestellt. Interne Auswertungen und Meldesysteme lieferten zusätzliche Daten, die das Bild weiter verdichteten.
Am 13. Januar 2023 reagierten die Behörden erstmals öffentlich. Zwar veröffentlichten FDA und CDC an diesem Tag erstmals einen Hinweis auf das registrierte Schlaganfall-Signal bei Menschen ab 65 Jahren nach dem Pfizer-BioNTech-Booster, doch eine formelle Warnung blieb aus. Ebenso gab es weder einen Impfstopp noch eine altersbezogene Einschränkung oder eine Änderung der bestehenden Empfehlung.
Genau an diesem Punkt setzt die Kritik des Berichts an. Denn obwohl die internen Daten ein anhaltendes Sicherheitssignal zeigten, zogen die zuständigen Behörden daraus keine unmittelbaren Konsequenzen für die Öffentlichkeit. Weder wurde eine formelle Warnung an Ärzte oder Gesundheitseinrichtungen ausgesprochen, noch kam es zu einer Anpassung der bestehenden Impfempfehlungen.
Im Gegenteil: Die Booster-Impfung wurde weiterhin aktiv empfohlen, auch für jene Altersgruppe, in der das Signal registriert worden war.
I just released nearly 2,000 pages of @HHSgov records showing the Biden administration’s failure to immediately warn the public about a serious safety concern linked to the Pfizer COVID-19 booster that they discovered as early as Nov. 2022.
— Senator Ron Johnson (@SenRonJohnson) March 25, 2026
Below is a clip from a Jan. 2023 HHS… pic.twitter.com/oqaIp4Q6BI
Besonders brisant sind auch interne E-Mails aus dem Januar 2023, die laut Bericht Einblick in die Abstimmung zwischen Behörden und Politik geben. So erhielt die damalige CDC-Direktorin Rochelle Walensky am 11. Januar einen überarbeiteten Kommunikationsplan, in dem ausdrücklich vermerkt war, dass Änderungen aus dem Weißen Haus eingearbeitet wurden. Demnach wurde die Formulierung zur Stärke des Sicherheitssignals abgeschwächt – aus einem „mäßig erhöhten“ Risiko wurde ein „leicht erhöhtes“. Gleichzeitig wurde der Begriff eines „potenziellen Risikos“ gestrichen. In den Dokumenten findet sich zudem der Hinweis, dass das Weiße Haus bestimmte Formulierungen nicht mehr sehen wollte. Parallel dazu verweisen interne Nachrichten darauf, dass innerhalb der Regierung weiterhin Druck bestand, die Nutzung des Boosters insbesondere bei älteren Menschen zu erhöhen.
Was intern untersucht wurde
Auch nach der öffentlichen Stellungnahme vom 13. Januar verschwand das zuvor registrierte Sicherheitssignal nicht. Das vom CDC (US-Seuchenbehörde) betriebene Überwachungssystem VSD (Impf-Sicherheits-Datenbank) meldete weiterhin Auffälligkeiten, und parallel dazu gingen zusätzliche Fallmeldungen in den Datenbanken ein. Interne Auswertungen wurden fortgesetzt, neue Fälle identifiziert und bestehende Datensätze weiter vertieft analysiert.
Besonders deutlich wird das an einem eigenen Untersuchungsprogramm, das innerhalb des Gesundheitsministeriums HHS initiiert wurde. Über einen externen Auftragnehmer wurde das sogenannte „Stroke Project“ gestartet – ein systematisches Prüfverfahren, bei dem mehr als hundert gemeldete Schlaganfall-Fälle im Zusammenhang mit der Booster-Impfung im Detail untersucht wurden. Ziel war es, die auffälligen Daten aus den Überwachungssystemen genauer einzuordnen und mögliche Zusammenhänge zu überprüfen.
Parallel dazu liefen weitere statistische Analysen über das Meldesystem VAERS. Auch hier zeigen interne Dokumente, dass die Auswertungen fortgesetzt wurden und zusätzliche Signale identifiziert wurden. Die Untersuchung verlagerte sich damit zunehmend auf mehrere Ebenen gleichzeitig: laufende Überwachung, vertiefte Datenanalysen und gezielte Fallprüfungen.
Entscheidend ist dabei: Während diese umfangreichen Untersuchungen intern weitergeführt wurden, blieb die öffentliche Linie unverändert. Es gab weiterhin keine formelle Warnung, keine Anpassung der Empfehlungen und keine spezifischen Hinweise für die besonders betroffene Altersgruppe.
BREAKING: The Biden administration KNEW about deadly heart risks from COVID shots and DELIBERATELY kept it from the public.
— The Vigilant Fox 🦊 (@VigilantFox) May 21, 2025
Sen. Ron Johnson just released subpoenaed records exposing a damning timeline of what officials knew and when.
Pfizer and Moderna got insider updates from… pic.twitter.com/od4fqSiaUh
Weiterhin viel unklar
Auch Monate später blieb die Situation laut Bericht unklar. Zwar wurden einzelne Analysen später so interpretiert, dass sich das ursprüngliche Signal abgeschwächt oder aufgelöst habe. Gleichzeitig zeigen andere Dokumente, dass die Untersuchungen weitergeführt wurden und neue Studien angestoßen wurden.
Selbst noch in den Jahren 2024 und 2025 wurde das Thema innerhalb der Behörden weiter analysiert. Veröffentlichungen weisen darauf hin, dass zusätzliche Studien notwendig waren, um das Risiko abschließend bewerten zu können.
Ein endgültiges, eindeutig dokumentiertes Ergebnis der internen Untersuchungen – insbesondere des „Stroke Project“ – liegt laut Bericht jedoch nicht vollständig vor. Genau hier setzt die Forderung nach weiterer Aufklärung an.
Am Ende des Berichts steht daher kein abschließendes Urteil, sondern eine klare Forderung: vollständige Transparenz. Der Untersuchungsausschuss verlangt die Herausgabe sämtlicher relevanter Unterlagen – darunter interne Kommunikation, vollständige Datenauswertungen sowie alle Dokumente zum „Stroke Project“ und zu weiteren Studien. Zusätzlich sollen zentrale Verantwortliche aus den Behörden für Befragungen zur Verfügung stehen. Ziel sei es, ein vollständiges Bild darüber zu erhalten, was die Behörden zu welchem Zeitpunkt wussten – und wie diese Informationen intern bewertet und extern kommuniziert wurden.
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