„Die Habsburger-Juwelen wird Babler nicht bekommen“: Experte im exklusiven Interview
Die in Kanada aufgetauchten Habsburger-Juwelen sorgen weiter für Diskussionen. Historiker Lothar Höbelt erklärt im Interview, warum Österreich wohl kaum Anspruch darauf hat – und warum mehrere Staaten theoretisch mitreden könnten.
Der spektakuläre Fund der verschollenen Habsburger-Juwelen in Kanada wirft erneut die Frage auf: Wem gehören die historischen Stücke – der Republik Österreich oder der Familie Habsburg? Für Historiker Lothar Höbelt ist die Sache deutlich komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint.
Nach seiner Einschätzung handelt es sich bei den Juwelen höchstwahrscheinlich um Familienvermögen der Habsburger – vergleichbar mit einem adeligen Fideikommiss – und nicht um staatliches Eigentum der alten Monarchie. Während repräsentative Symbole wie Kronen als Kronvermögen gelten könnten, seien viele Schmuckstücke klar dem privaten Besitz der Dynastie zuzuordnen.
Entscheidend ist laut Höbelt auch die historische Situation von 1918. Die Republik Österreich habe sich damals bewusst von der untergegangenen Monarchie distanziert. Daraus ergebe sich ein juristisches Problem: Wenn der neue Staat keine Kontinuität zur Monarchie beanspruchen wollte, könne er nicht gleichzeitig Anspruch auf deren Vermögen erheben.
Österreich wäre nicht der einzige Anspruchssteller
Zudem wäre Österreich nicht der einzige mögliche Anspruchsteller. Theoretisch könnten auch andere Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie – etwa Tschechien, Polen, Italien oder Staaten des ehemaligen Jugoslawiens – Forderungen stellen.
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