Drogen-Brennpunkt U6 Gumpendorfer Straße – Kritik an der Stadt wächst
Offener Konsum und Dealer vor der U-Bahn sorgen für Angst bei Anrainern. Martina Hammerer von der ÖVP-Bezirkpolitikerin fordert Alkoholverbot, Schutzzonen und eine Aufteilung der Klienten.
Dealer vor der U-Bahn, Süchtige mit Spritzen im Park, Angst bei Familien: Rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße ist die Situation völlig außer Kontrolle geraten. Immer wieder berichten Anrainer von verstörenden Szenen – Menschen, die sich direkt in Arme oder Beine stechen, im Notfall sogar in den Unterbauch, wenn keine Vene mehr bleibt. Für Eltern ist der Fritz-Imhoff-Park längst tabu, Kinder können dort nicht mehr unbeschwert spielen.
ÖVP-Bezirkpolitikerin spricht von Brennpunkt-Grätzel
Die Polizei verweist auf laufende Streifen und Schwerpunktaktionen, auch Festnahmen gab es zuletzt. Doch das Problem bleibt. Genau deshalb kündigte der Wiener Sucht- und Drogenkoordinator nun einen „sicherheitsstrategischen Gipfel“ mit der Polizei an.
Martina Hammerer, ÖVP-Bezirkspolitikerin, spricht offen von einem „Brennpunkt-Grätzel“. Sie macht die Stadt für die Eskalation verantwortlich: „Es war ein Fehler, ein Drogenzentrum mitten in ein dicht besiedeltes Gebiet zu setzen. Eine einzige Anlaufstelle kann die Probleme einer Zwei-Millionen-Stadt nicht lösen.“
Forderung nach sofortigem Alkoholverbot
Als Sofortmaßnahme fordert Hammerer ein Alkoholverbot rund um das Jedmayer, mehr Sicherheit für Spielplätze und Kindergärten sowie eine Aufteilung der Klienten auf mehrere Standorte. Ihr Fazit ist klar: „Das Vertrauen der Bevölkerung ist verspielt. Wir werden weiter kämpfen, bis die Anrainer endlich gehört werden.
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