Ein Satz aus dem Jahr 2018 sorgt besonders für Aufsehen: „Privates Eigentum beschlagnahmen!“ Ein Jahr später legte Weaver nach und schrieb, privates Eigentum, „insbesondere Wohneigentum“, sei „eine Waffe der weißen Vorherrschaft“. Beide Aussagen stammen aus öffentlichen Posts, die inzwischen gelöscht wurden, aber dokumentiert sind.

Klare Feindbilder

Wie die New York Post berichtete, ist Weaver Mitglied der Democratic Socialists of America und war Kampagnenkoordinatorin der Initiative Housing Justice For All. Bereits 2017 forderte sie ihre Follower auf: „Wählt mehr Kommunisten“. Der Post erschien im Zusammenhang mit der Umbenennung einer Straße in Harlem zu Ehren des früheren Kongressabgeordneten Vito Marcantonio, der offen kommunistisch geprägt war.

Auch Polizei und Strafverfolgung nahm Weaver ins Visier. Während der Proteste nach dem Tod von George Floyd schrieb sie 2020: „Die Polizei sind einfach Menschen, denen der Staat erlaubt zu morden – mit Immunität.“ Auch dieser Post wurde später gelöscht.

Nähe zum Bürgermeister

Politisch ist Weaver keine Unbekannte. Sie beriet Mamdanis Bürgermeisterkampagne 2025 und gilt als Teil seines progressiven inneren Zirkels. Die New York Post führte sie bereits früher als eine der prägenden Figuren im linken „Brain Trust“ des heutigen Bürgermeisters.

Inhaltlich war Weaver maßgeblich an der Verschärfung der Mietregeln beteiligt. 2019 lobbyierte sie erfolgreich bei der demokratisch geführten Staatslegislative für strengere Mieterschutzgesetze – sehr zum Ärger vieler Eigentümer.

Scharfe Kritik von der Eigentümerseite

Aus der Immobilienbranche kommt nun heftiger Gegenwind. Humberto Lopes, Gründer und CEO der Gotham Housing Alliance, warnt vor den Folgen der neuen Personalpolitik.

„Ohne Vermieter – wie sollen Wohnungen gebaut und instand gehalten werden? Glauben Sie, der Staat schafft das? Schauen Sie sich NYCHA an“, sagte Lopes. Und weiter: „Man schafft ein System, um Vermieter zu zerstören. Warum wird auf uns eingedroschen?“

Der Konflikt trifft einen sensiblen Punkt: Mamdani plant, die Mieten von rund einer Million mietregulierter Wohnungen einzufrieren. Dafür braucht er allerdings die Zustimmung des Rent Guidelines Board.

Schweigen im Rathaus

Weder Mamdanis Büro noch Weaver selbst äußerten sich bislang zu den wieder aufgetauchten Zitaten. Klar ist jedoch: Die Aussagen stehen im starken Kontrast zu den Interessen vieler Eigentümer.