Die ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition feiert am Dienstag ihr einjähriges Bestehen. Am 3. März 2025 wurde sie nach zähen Debatten von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt. Es war die längste Regierungsbildung der Zweiten Republik.

FPÖ aktuell auf 35,9 Prozent

Doch die Zustimmungswerte der Bundesregierung sind seit Monaten im Keller. Seit Herbst konnte die Koalition in Umfragen keine Mehrheit mehr erreichen, laut dem APA-Wahltrend. Das größte Minus verbuchte seit der Angelobung vor fast einem Jahr die SPÖ, im Vergleich zur Nationalratswahl im Herbst 2024 verlor aber die Kanzlerpartei ÖVP am meisten Unterstützung. Zugewinne erzielten nur die Oppositionsparteien FPÖ und Grüne. Laut APA-Umfragetrend von Februar landet die FPÖ mit 35,9 % auf Platz 1, gefolgt von der ÖVP mit 21,6 %. Die SPÖ würden aktuell 17,3 Prozent wählen, die Grünen 9,5 %. Der kleine Regierungspartner, die NEOS, kommen lediglich auf 8,3 %.

Die FPÖ konnte seit der Nationalratswahl am 29. September 2024 um 7,1 Prozent dazu gewinnen.APA/

„Aus meiner Sicht gibt die Regierung den Flüchtlingen zu viel

Der exxpress hat sich in Wien umgehört. Wie bewerten die Menschen die Arbeit der Bundesregierung? Hat sich in dem einen Jahr etwas für sie verbessert?

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„Es hat sich eigentlich nichts geändert“, sagt ein junger Mann. Dann erzählt er, was ihn stört: „Aus meiner Sicht gibt die Regierung den Flüchtlingen zu viel. Ich kenne Familien, die kriegen 5 .000 Euro für nichts. Leute, die arbeiten, kriegen mit viel Glück 2 .000 Euro“.

„Die Koalition macht viel, aber lauter Kleinigkeiten“

Eine Frau findet, dass sich die Regierung mehr für die Bedürfnisse der Bevölkerung einsetzen sollte. Ein anderer Mann sagt: „Die Koalition macht viel, aber lauter Kleinigkeiten“. Er denkt, dass „größere Maßnahmen sicherlich möglich wären“.

Die Regierung mache nicht alles gut, denkt eine Frau. Sie ist sich jedoch bewusst: „Wissen Sie, man kann immer leicht kritisieren, wenn man nicht selbst am Ruder sitzt.“