„Eine Minute vor zwölf“: Tiroler ÖVP-Landesrat rechnet mit Bundesregierung ab
Mario Gerber (ÖVP) spart nicht mit Kritik an der Bundesregierung. Der Tiroler Wirtschafts- und Tourismuslandesrat fordert „weniger Ideologie“ und endlich handfeste Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Tirol und ganz Österreich wieder zu stärken. Für die Industrie sei die Lage dramatisch.
„Schluss mit Ideologie!", fordert Mario Gerber (Bild). Die Regierung müssen endlich Reformen anpacken. APA/EXPA/JOHANN GRODER
Am Rande eines Pressegesprächs am Innsbrucker Bergisel nahm Gerber die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos ins Visier. Statt endloser Kompromisse brauche es eine praxisnahe Wirtschaftspolitik, die Betriebe entlastet und Investitionen ermöglicht. Die aktuelle Situation sei dramatisch: Für die Industrie sei es „bereits mindestens eine Minute vor zwölf“.
Evaluierung dauert „viel zu lange“
Besonders kritisch sieht Gerber die von ihm wahrgenommene Evaluierungsphase der Bundesregierung. Dafür habe er zwar grundsätzlich Verständnis, doch sie dauere „schon viel zu lange“. Die Wirtschaft brauche jetzt Taten – keine weiteren Verzögerungen.
Klartext aus Tirol: Die Zeit der ideologischen Spielchen ist vorbei. Jetzt entscheidet sich, ob Österreich wirtschaftlich wieder Boden gutmacht – oder weiter an Wettbewerbsfähigkeit verliert.
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