Eklat zwischen USA und Spanien: Trump will „alle Geschäfte stoppen“
Der Konflikt zwischen den USA und Spanien spitzt sich zu. US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, sämtliche Handelsbeziehungen mit dem europäischen Land zu stoppen. Auslöser ist die Entscheidung Madrids, den USA die Nutzung spanischer Militärbasen für Operationen im Iran-Konflikt zu verweigern.
Bei einem Auftritt im Weißen Haus zeigte sich Trump erbost. Spanien habe sich „schrecklich verhalten“, erklärte der Präsident vor Journalisten. „Wir könnten morgen – oder besser noch heute – alles stoppen, was mit Spanien zu tun hat. Wir wollen nichts mehr mit Spanien zu tun haben“, sagte Trump.
Ob die US-Regierung tatsächlich Handelsbeschränkungen gegen Spanien verhängen wird, ist jedoch unklar. Experten weisen darauf hin, dass ein solcher Schritt kompliziert wäre, da Spanien Mitglied der Europäischen Union ist. Innerhalb der EU gilt freier Warenverkehr – Sanktionen gegen ein einzelnes Mitglied könnten daher auch Auswirkungen auf den gesamten Binnenmarkt haben.
Spanien reagiert auf US-Drohungen
Der Streit verschärft ohnehin bestehende Spannungen. Trump kritisiert Spanien seit längerem dafür, seine Verteidigungsausgaben nicht auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen – eine Forderung, die mehrere NATO-Staaten bereits erfüllen.
Die spanische Regierung reagierte bereits auf die Drohungen aus Washington. Sollte die US-Regierung die Handelsbeziehungen überprüfen wollen, müsse sie internationales Recht sowie bestehende EU-US-Abkommen respektieren.
Für beide Seiten steht viel auf dem Spiel: 2025 exportierten die USA Waren im Wert von rund 26 Milliarden Dollar nach Spanien, während Importe aus Spanien etwa 21 Milliarden Dollar ausmachten – darunter vor allem Medikamente und Olivenöl.
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