Die USA zeigen in der Karibik verstärkt militärische Präsenz – und das bleibt nicht ohne politische Deutung. In einem Interview in der „ZIB 2“ ordnete der Politikwissenschaftler Günther Maihold die Maßnahmen als Druckmittel ein, das auf Veränderungen in Venezuela zielen könnte. Für zusätzliche Aufregung sorgte jedoch weniger die Analyse als eine Wortwahl von ORF-Moderatorin Marie-Claire Zimmermann, die von einem „US-Regime“ sprach.

Experte: Militärische Präsenz als politisches Signal

Im Interview erklärte Politikwissenschaftler Günther Maihold, die Maßnahmen der USA könnten als politischer Druck verstanden werden. Ziel sei es demnach, einen Machtwechsel in Venezuela zu befördern. Zudem verwies er darauf, dass die USA an Ressourcen interessiert seien und dass Donald Trump ein politisches Interesse daran habe, den Kommunismus zu beenden.

In diesem Zusammenhang stellte Zimmermann die Frage: „Halten Sie es für denkbar, dass das US-Regime sowohl in Venezuela als auch in Kuba versucht, eine Veränderung an der politischen Spitze zu bewirken?“

Wortwahl sorgt für Kritik: exxpress-Kolumnist meldet sich zu Wort

Genau diese Formulierung löste Kritik aus. Der Begriff „Regime“ wird im Deutschen meist für nicht-demokratische, diktatorische oder autoritäre Herrschaftsformen verwendet. Die Regierung der Vereinigten Staaten wurde hingegen demokratisch gewählt.

Deutliche Kritik kam auch vom exxpress-Kolumnisten Christian Ortner. Er schrieb auf X wörtlich: „In der ZIB 2 nennt die Moderatorin die demokratisch legitimierte Regierung der Vereinigten Staaten das ‚US-Regime‘. Qualitätsjournalismus halt.“