Enthüllt: 200.000 Euro für Integrationsprojekt aus Sportbudget
Eine parlamentarische Anfrage an Sportminister Andreas Babler bringt Details zu einer umstrittenen Sportförderung ans Licht: 200.000 Euro Steuergeld fließen in ein Projekt speziell für junge Männer mit Flucht- und Migrationshintergrund.
Eine schriftliche parlamentarische Anfrage der FPÖ an Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler (SPÖ) bringt eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro ans Licht. Das Geld fließt in das Projekt „SPIN – Sport und Integration für Jugendliche und junge Männer mit Flucht- und Migrationshintergrund“ des Diakonie Flüchtlingsdienstes.
Laut Anfragebeantwortung läuft das Projekt von 1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2026. Der Erstantrag wurde bereits am 28. Dezember 2023 gestellt, der finale Antrag am 19. November 2024 eingebracht. Die Genehmigung der Förderung erfolgte am 4. Dezember 2024.
Kooperationen mit zumindest acht Vereinen
Rechtsgrundlage ist das Bundes-Sportförderungsgesetz 2017. Vereinbart wurden unter anderem rund 22 Sportkurse in mindestens drei Bundesländern. Zudem sollen Teilnehmer an Sportvereine vermittelt und Kooperationen mit zumindest acht Vereinen aufgebaut werden. Halbjährliche Evaluierungsgespräche mit den Teilnehmern sind ebenfalls vorgesehen.
Die Kontrolle der Mittelverwendung erfolgt laut Ministerium über Zwischen- und Endberichte nach Projektabschluss. Eigenleistungen des Vereins werden mit 22.627,50 Euro beziffert.
Festgehalten wird außerdem: Eine gesonderte Erfassung von Veranstaltungsteilnahmen des Vereins durch das Ressort erfolgt nicht. Eine Teilnahme von Mitarbeitern des Ministeriums an Veranstaltungen im Jahr 2025 sei „nicht evident“. Zusätzliche Kosten seien nicht angefallen.
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