Enthüllt: Steuergeld für „FLINTA im Wiener Fußball“
Eine parlamentarische Anfrage zeigt, wie umfangreich LGBTIQ-Projekte – etwa FLINTA im Wiener Fußball – aus Bundesmitteln gefördert wurden. Gleichzeitig räumt das Ministerium ein: Eine zentrale Übersicht über Aktivitäten und NGO-Einbindung existiert nicht.
Eine parlamentarische Anfrage an das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) bringt neue Details über staatliche Förderungen im LGBTIQ-Bereich ans Licht. Die Antwort von Ressortchef Andreas Babler listet mehrere Projekte auf, die in den vergangenen Jahren mit Steuergeld unterstützt wurden – teils in beträchtlicher Höhe.
So erhielten die EuroGames Vienna 2024 eine Förderung von 150.000 Euro. Ziel der Veranstaltung sei laut Ministerium der Einsatz gegen Diskriminierung sowie die Unterstützung von LGBTIQ-Sportlern gewesen. Auch das Pilotprojekt „FLINTA* (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen) im Wiener Fußball“ wurde genehmigt. Gefördert wurden dabei unter anderem Workshops, Awareness-Konzepte und ein eigenes Turnier.
Darüber hinaus flossen Mittel in Anti-Diskriminierungsprogramme im Handball. Insgesamt zeigen die Angaben, dass über mehrere Legislaturperioden hinweg Gelder für LGBTIQ-bezogene Sport- und Integrationsprojekte bewilligt wurden. Eigenleistungen der Fördernehmer gab es teilweise keine.
Keine zentrale Übersicht
Brisant ist jedoch eine andere Feststellung: Das Ministerium verfügt über keine zentrale Übersicht, welche NGOs mit LGBTIQ-Bezug an Veranstaltungen teilnahmen oder in welcher Form sie eingebunden waren. Eine vollständige Beantwortung sei nicht möglich, da entsprechende Statistiken fehlen.
Zwar betont das Ressort, dass Förderentscheidungen geprüft und veröffentlicht wurden – der fehlende Gesamtüberblick wirft dennoch Fragen zur Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Förderpraxis auf.
Kommentare