Epstein-Pass mit Österreich-Bezug: FPÖ verlangt Aufklärung von Meinl-Reisinger
Die internationalen Enthüllungen rund um die sogenannten „Epstein Files“ schlagen immer höhere Wellen und nun rückt auch Österreich ins Rampenlicht. Auslöser ist ein brisantes Foto: Es zeigt einen grünen, also alten österreichischen Reisepass mit dem Foto des 2019 verstorbenen US-Finanziers Jeffrey Epstein. Der eingetragene Name lautet allerdings nicht Epstein, sondern „Marius Robert Fortelini“.
Die FPÖ will nun Aufklärung – und bringt die Causa ins Parlament, schreibt oe24. Generalsekretär Christian Hafenecker hat eine parlamentarische Anfrage an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) eingebracht. Darin verweist er auf Fotos, wonach der Pass am 21. Mai 1982 von einem Oberkommissar der Bundespolizeidirektion Wien beglaubigt worden sein soll. Ausgestellt worden sei das Dokument demnach unter der Regierung Kreisky IV.
Meinl-Reisinger muss bis April Fragen beantworten
Besonders brisant: Laut Hafenecker soll es sich bei „Marius Fortelini“ um einen in den USA lebenden Österreicher handeln. Zudem stellt der FPÖ-Politiker einen Zusammenhang mit dem damaligen US-Botschafter in Wien, Ronald Lauder, her, dessen Name laut Hafenecker hunderte Male in den Epstein-Unterlagen auftauchen soll.
Die Freiheitlichen wollen nun unter anderem wissen, welche Behörde den Pass ausgestellt hat, ob frühere Außenminister – etwa Alexander Schallenberg – von dem Fall wussten und ob Epstein womöglich sogar die österreichische Staatsbürgerschaft besaß.
Insgesamt zehn Fragen muss Meinl-Reisinger nun bis 11. April beantworten. Das Außenministerium selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
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