„Erbschaftssteuer kommt sicher“: Finanzminister Marterbauer (SPÖ) sorgt für Aufsehen
Trotz hoher Abgaben kündigt SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer bereits die nächste Steuer an: Eine Erbschaftssteuer sei nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Sie werde „sicher kommen“.
Die SPÖ macht erneut Druck für neue Steuern. Finanzminister Markus Marterbauer stellte nun klar: Eine Erbschaftssteuer werde in Österreich kommen – wenn auch erst nach der aktuellen Legislaturperiode. „In der nächsten kommt sie sicher“, sagte der SPÖ-Politiker bei der Diskussionsrunde „Unique Talk“ .
Damit bringt der Finanzminister bereits die nächste Belastung für Bürger und Familienvermögen ins Spiel, während Österreich ohnehin zu den Ländern mit der höchsten Abgabenquote in Europa zählt. Offiziell begründet Marterbauer den Vorstoß mit der schwierigen Budgetlage.
„Highway to Hell“
Österreich steuert heuer auf ein Budgetdefizit von rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu. Der frühere Budget-Sektionschef Gerhard Steger warnte in der Diskussion, der Staat sei finanziell bereits „total unter Wasser“. Laut Rechnungshof habe der Bund schon 2024 ein negatives Eigenkapital von rund 229 Milliarden Euro aufgebaut. Mit einem AC/DC-Zitat brachte Steger seine Diagnose auf den Punkt: „Highway to Hell“.
Gerade deshalb stößt Marterbauers Steuerankündigung auf Kritik. Statt zuerst strukturelle Reformen im Staat voranzutreiben, rückt erneut die Erbschaftssteuer in den Mittelpunkt der politischen Debatte.
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