EU erweitert? Baerbock blamiert sich
In der jüngsten Ausgabe der Polit-Talkshow „Maischberger“ wollte Annalena Baerbock in einer Diskussion über geopolitische Fragen eigentlich Klarheit schaffen. Doch ausgerechnet beim sensiblen Thema Grönland geriet die deutsche Ex-Ministerin ins Stolpern.
Mitten im Gespräch sagte Baerbock wörtlich:
„Stopp mal, Grönland ist auch EU-Gebiet“.
Moderatorin Sandra Maischberger reagierte umgehend und bremste die Aussage sofort aus:
„Ich glaube, Grönland ist nicht EU-Gebiet“.
Sie ergänzte, Grönland gehöre zwar politisch zum Königreich Dänemark, sei aber seit 1985 nicht mehr Teil der Europäischen Gemeinschaft beziehungsweise der EU.
Baerbock versuchte danach, ihre Aussage zu relativieren – und verwies auf den Status der Bevölkerung:
„Sie sind EU-Staatsbürger und damit haben sie auch die Außengrenze der EU“.
Doch dieser Hinweis ändert nichts am Kernpunkt: Grönland gehört nicht zum Hoheitsgebiet der Europäischen Union. Zwar sind Grönländer dänische Staatsbürger und damit formal EU-Bürger, rechtlich ist die Insel aber kein EU-Mitglied.
Da ich aus dem Völkerrecht komme, weiß ich, dass Grönland zur EU gehört. Sandra hat natürlich keine Ahnung. pic.twitter.com/t7RWSPBAwf
— Annalena Baerbock Parody (@baerbockpress) February 25, 2026
Was gilt tatsächlich für Grönland?
Die Lage ist eindeutig geregelt:
-Grönland gilt als „assoziiertes Überseegebiet“ europäischer Staaten.
-Die Insel gehört politisch zum Königreich Dänemark.
-Seit 1985 ist Grönland nicht mehr Teil der Europäischen Gemeinschaft beziehungsweise der EU.
-Grönland ist weder Mitglied der EU noch Teil des Schengen-Raums oder der Zollunion.
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