Im Strategiepapier für die Jahre 2026 bis 2030 kündigt Brüssel an, verstärkt gegen „Informationsmanipulation und Desinformation“ vorzugehen, die angeblich zur wachsenden Polarisierung zwischen Männern und Frauen beitrage. Besonders junge Männer stehen im Fokus der geplanten Maßnahmen, berichtet Apollo News.

Brüssel sieht darin mögliche Verbindungen zu „antidemokratischen Kräften und Hassbewegungen“. In dem Papier wird auch auf sogenannte Anti-Gender-Narrative verwiesen, die laut EU-Kommission teilweise von international vernetzten Bewegungen unterstützt würden. Als Grundlage wird unter anderem die Studie „Next Wave“ aus dem Jahr 2025 genannt.

„Trusted Flagger“ melden Inhalte

Parallel dazu will Brüssel Jungen und Männer stärker „einbeziehen“, um sie nach eigener Darstellung für Geschlechtergerechtigkeit zu sensibilisieren. Vorgesehen sind etwa runde Tische sowie Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, bei denen Themen wie Frauenfeindlichkeit oder die sogenannte Incel-Ideologie behandelt werden sollen.

Besonders weitreichend sind jedoch die Pläne für soziale Netzwerke. Plattformen wie X, Instagram oder TikTok sollen stärker gegen Inhalte vorgehen, die als Risiko für Frauen eingestuft werden könnten. Grundlage dafür ist unter anderem der Digital Services Act (DSA), dessen Vorgaben nach dem Willen der Kommission noch umfassender umgesetzt werden sollen.

Eine zentrale Rolle sollen dabei sogenannte „Trusted Flagger“ spielen – von Behörden oder Institutionen anerkannte Organisationen, deren Meldungen über problematische Inhalte von Plattformen vorrangig bearbeitet werden müssen.