Die Zahl der von der EU-Asylagentur erfassten Anträge auf internationalen Schutz ist im Jahr 2025 erneut deutlich zurückgegangen. Wie aus einem nicht öffentlichen Lagebericht der Europäischen Kommission hervorgeht, wurden in den 27 EU-Mitgliedstaaten und den Partnerländern Schweiz und Norwegen von Anfang Jänner bis Mitte Dezember nach vorläufigen Daten rund 780.200 Anträge registriert. Dies entspricht einem Rückgang um etwa ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Entwicklung ist laut dem Bericht vor allem auf den Rückgang von Asylanträgen von Menschen aus Syrien zurückzuführen. In dem Land gibt es seit dem Sturz von Langzeitherrscher Bashar al-Assad Ende 2024 Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Zahlen zurückgegangen

Über die vertraulich an die EU-Staaten übermittelten Zahlen berichtete zuerst die Welt am Sonntag. Auch der Deutschen Presse-Agentur liegen sie vor.

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, hatte EU-Innenkommissar Magnus Brunner 2025 bereits vor wenigen Tagen ein gutes Jahr für die europäische Migrationspolitik genannt. “Die EU hat die Reform des Migrations- und Asylrechts konsequent vorangetrieben und zentrale Teile des Gesetzespakets umgesetzt”, sagte er zum Jahreswechsel. Dazu gehörten ein stärkerer Außengrenzschutz und beschleunigten Verfahren. Die Ergebnisse seien klar sichtbar: Illegale Grenzübertritte seien seit 2023 um mehr als die Hälfte zurückgegangen.