FPÖ-Neujahrstreffen: Kickl rechnet mit Regierung ab
Das Neujahrstreffen der Bundes-FPÖ lockte tausende Besucher nach Klagenfurt. Trotz Sicherheitskontrollen und langer Wartezeiten herrschte ausgelassene Stimmung, als Herbert Kickl und die Spitzen der Bundesländer-Parteien mit Metallicas „Enter Sandman“ die Halle betraten. Der Anlass markierte zudem den Start des neuen FPÖ-Online-Radiosenders „Austria First“.
Bundesparteiobmann Herbert Kickl (FPÖ), im Rahmen des Neujahrstreffens der FPÖ am Samstag, 17. Jänner 2026 in Klagenfurt.APA/WOLFGANG JANNACH
Unter regem Besucherandrang hat am Samstag das Neujahrstreffen der Bundes-FPÖ am Klagenfurter Messegelände begonnen. Die Wartezeit vor der Sicherheitskontrolle – unter anderem kamen Metalldetektoren zum Einsatz – tat der Stimmung keinen Abbruch. Nachdem die John-Otti-Band den mehreren tausend Besuchern eingeheizt hatte, zog Bundesparteichef Herbert Kickl gemeinsam mit den Spitzen der Bundesländer-Parteien zu den Klängen von Metallicas “Enter Sandman” in die Halle ein.
Die Veranstaltung, für die auf Plakaten mit “Kickl kommt heim” geworben wurde, bildet auch den Rahmen für den Auftakt des parteieigenen Online-Radiosenders “Austria First”, der am Samstag den Sendebetrieb aufnimmt. Versprochen wird seitens der Partei ein “Sendebetrieb rund um die Uhr”, live moderierte Sendestrecken in der Früh, zu Mittag und am späten Nachmittag sowie “umfassende, für Österreich relevante Nachrichten zur vollen Stunde”. Der Sendestart war vor allem dem Neujahrstreffen gewidmet.
"Freiheitskampf für Österreich"
“Ihr alle seid unsere Ehrengäste, ihr alle seid die freiheitliche Familie”, begrüßte Stadtparteiobmann Gernot Darmann das Publikum. “Wo Mannesmut und Frauentreu die Heimat sich erstritt aufs Neu'”, zitierte er daraufhin das Kärntner Heimatlied: Nun gehe es um den “Freiheitskampf für Österreich”. Unter den Ehrengästen waren unter anderem Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, EU-Mandatar Harald Vilimsky, der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek sowie die meisten Parteiobleute der anderen Bundesland-Organisationen, Politblogger Gerald Grosz und ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler.
Als “Kärntner mit Leib und Seele”, der “Kärnten wieder in eine blaue Zukunft steuern wird”, wurde der Kärntner Landesparteiobmann Erwin Angerer angekündigt. “In Kärnten regieren seit 11. November die Narren, wenn man nach Wien schaut, könnte man denken, das ist der Normalzustand”, schoss sich Angerer gleich auf die Bundesregierung ein – aber: “Vielen Menschen in unserem Land ist das Lachen längst vergangen.” Deshalb brauche es eine “politische Zeitenwende”: “Und die wird es nur geben mit einem Herbert Kickl als Bundeskanzler.”
Nach Angerer betrat Kickl die Bühne, für seine Rede waren 90 Minuten anberaumt.
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