FPÖ-Tankaktion in Wien: Billig-Sprit begeistert Autofahrer
Mit einer spektakulären Tankaktion sorgt die FPÖ in Wien für Aufsehen und lockt Hunderte Autofahrer an. Billigpreise und Gutscheine lassen die Menschen Schlange stehen und senden ein klares politisches Signal.
Lange Schlangen und großer Andrang: Die FPÖ-Tankaktion lockte zahlreiche Wiener zur Billig-Zapfsäule.Matthias Ohm/Matthias Ohm
Was sonst nur Wunschdenken vieler Autofahrer ist, wurde am Sonntag in Wien-Ottakring plötzlich Realität. Für zwei Stunden sanken die Spritpreise drastisch – und das mitten in der Hauptstadt. Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion machte die FPÖ ihr Modell zur Senkung der Treibstoffkosten greifbar. Das Ergebnis waren lange Schlangen und volle Kanister. Die Stimmung zeigte, wie groß der Druck durch die aktuellen hohen Preise ist.
Billig-Sprit sorgt für regelrechten Ansturm
Um 16 Uhr war es so weit: Die Preise an der Tankstelle in der Brunnengasse rauschten nach unten. Diesel kostete nur noch 1,52 Euro und Super war für 1,32 Euro zu haben. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich eine lange Schlange vor der Zapfsäule.
Viele Wiener hatten bereits im Voraus gewartet. Manche standen schon eine Stunde vorher mit ihrem Kanister bereit, um sich den günstigen Sprit zu sichern. Für viele Autofahrer war klar, dass man so eine Chance nutzen müsse.
Die Aktion kam bei den Besuchern gut an. Einige lobten die FPÖ für die „perfekte Aktion“. Zusätzlich verteilte die FPÖ 30-Euro-Gutscheine für Diesel und Benzin, was den Andrang weiter verstärkte.
Extra-Runden für den günstigen Liter
Der Andrang war so groß, dass die Situation rund um die Tankstelle geregelt werden musste. Insgesamt waren 15 Polizisten im Einsatz, um den Verkehr zu koordinieren. Um eine Blockade des Gürtels zu vermeiden, durften immer nur vier bis fünf Fahrzeuge gleichzeitig in die Brunnengasse einfahren.
Viele Autofahrer mussten daher geduldig bleiben und drehten währenddessen Runden um den Block – in der Hoffnung, bald selbst an die Zapfsäule zu kommen.
Dabei zeigte sich ein interessanter Widerspruch: Obwohl viele Wiener wegen der hohen Preise im Alltag bewusster und weniger fahren, nahmen sie für diese Aktion zusätzliche Wege in Kauf.
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