Umerziehung in Kinderbüchern? FPÖ ortet Gefahr für Kinder
FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger schlägt Alarm: Kinderbücher würden immer häufiger „Politik ins Kinderzimmer“ bringen. In einer exklusiven Antwort auf eine Anfrage des exxpress fordert sie „Schutzräume, keine Umerziehung“.
In einer exklusiven Stellungnahme an den exxpress kritisiert FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger eine Entwicklung, die ihrer Ansicht nach in Kinderbüchern zunehmend zu beobachten sei. „Kinderbücher waren früher Geschichten fürs Leben. Sie haben Mut gemacht, Werte vermittelt und Kindern Raum für Fantasie gegeben.“ Heute erlebe man hingegen „etwas völlig anderes“.
„Kinder sollen nicht mehr einfach Kind sein dürfen“
Berger sagt wörtlich: „Immer öfter drängt sich Politik ins Kinderzimmer und ersetzt altersgerechtes Erzählen durch moralische Belehrung und Weltanschauung.“ Ihre zentrale Kritik: „Statt Fantasie gibt es Botschaften. Statt Geschichten gibt es Erziehungsprogramme.“
FPÖ-Grafik: „Kinderbücher früher“ vs. „Kinderbücher heute“
Die Vorwürfe werden auch mit einer FPÖ-Grafik untermauert, die „Kinderbücher früher“ und „Kinderbücher heute“ gegenüberstellt. Auf der Seite „früher“ sind „Geschichten fürs Leben“, „Fantasie und Abenteuer“ sowie „Klassiker ohne Belehrung“ zu lesen. Auf der „Heute“-Seite stehen Formulierungen wie „Politik im Kinderzimmer“, „Triggerwarnungen statt Vertrauen“ und „Umerziehung statt freies Denken“.
In ihrer Stellungnahme warnt Berger außerdem: „Ideologische Experimente und sexualisierte Inhalte haben in Kinderbüchern nichts zu suchen.“ Kinder würden ihrer Meinung nach „mit Themen und Darstellungen konfrontiert, die sie weder verstehen noch verarbeiten können“.
„Ein Kinderbuch soll stärken, nicht spalten“
Zum Abschluss betont Berger ihren Anspruch an Kinderliteratur: „Unsere Kinder sind keine Zielgruppe für politische Botschaften. Sie brauchen Schutzräume, keine Umerziehung.“ Und weiter: „Ein Kinderbuch soll stärken, nicht spalten. Es soll begleiten, nicht bevormunden.“
So wurde zuletzt „Harry Potter und der Stein der Weisen” als potenziell belastend eingestuft.
Ihr Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Wer Politik ins Kinderzimmer trägt, nimmt Kindern ein Stück Unbeschwertheit und Verantwortungslosigkeit ab, die sie in diesem Alter dringend brauchen.“
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