Friedensinitiative im Kaukasus: Vance besucht Armenien und Aserbaidschan
US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren Schritt in seiner Friedensinitiative angekündigt: Vizepräsident JD Vance wird im Februar Armenien und Aserbaidschan besuchen, um die Friedensbemühungen der USA zu unterstützen und die „Trump-Road for International Peace and Prosperity“ weiterzuentwickeln.
Ein halbes Jahr nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan zur Beendigung des Bergkarach-Konflikts hat US-Präsident Donald Trump für Februar einen Besuch von Vizepräsident JD Vance in beiden Ländern angekündigt. Vance werde beide Kaukasusstaaten besuchen, um die “Friedensbemühungen” der USA fortzusetzen und die “Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand” voranzutreiben, schrieb Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Trump nahm damit auf eine mit dem englischen Namen “Trump Road for International Peace and Prosperity” (kurz: TRIPP) bezeichnete Straßen- und Eisenbahnverbindung Bezug. Sie soll über das Staatsgebiet Armeniens verlaufen, um das Kernland Aserbaidschans mit der Exklave Nachitschewan zu verbinden.
Die Verkehrsverbindung ist Teil des Abkommens, das der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan und der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew im vergangenen August im Weißen Haus abgeschlossen hatten, um dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen den Nachbarländern beizulegen. Die USA erhalten dadurch das Recht, drei Viertel der Verbindung zu entwickeln.
Trump: "Wunderbares Abkommen" mit Armenien über Nutzung von Atomkraft
In seiner Botschaft zu Vances bevorstehendem Besuch schrieb Trump zudem von weiteren wirtschaftlichen Vereinbarungen zwischen Washington und den beiden Ländern. Mit Blick auf Aserbaidschan schrieb er von Verträgen mit US-Herstellern von Halbleitern und dem Verkauf von in den USA hergestellten Rüstungsgütern wie Schutzwesten und Booten. Der US-Präsident sprach außerdem von einem ein “wunderbaren Abkommen” mit Armenien über die friedliche Nutzung von Atomkraft.
Armenien und Aserbaidschan hatten in den vergangenen Jahrzehnten zwei Kriege gegeneinander über die Kontrolle der Region Bergkarabach geführt. 2023 brachte Aserbaidschan dann in einer groß angelegten Militäroffensive die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region Bergkarabach unter seine Kontrolle. Im August vergangenen Jahres vereinbarten beide Länder im Weißen Haus in Washington, ihren Konflikt dauerhaft beizulegen.
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