Friedensplan ohne Moskau? Kiew startet neue Runde der Gespräche
In der ukrainischen Hauptstadt beginnt eine neue Verhandlungsrunde mit EU- und NATO-Vertretern – Russland ist nicht eingeladen. Selenskyj setzt auf Druck und Tempo, weil Sicherheitsgarantien als Schlüssel für jeden Deal gelten. In den kommenden Tagen sollen weitere Treffen folgen.
In den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs kommen nationale Sicherheitsberater zu einem Treffen in Kiew zusammen. Delegationen der europäischen Verbündeten der Ukraine sowie der NATO sind am Samstagvormittag zu neuen Beratungen in Kiew eingetroffen. “Sicherheitsberater aus europäischen Ländern sind in Kiew eingetroffen”, schrieb der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umerow im Onlinedienst Telegram.
Es stehe “ein arbeitsreicher Tag” bevor mit Beratungen zu Sicherheits- und Wirtschaftsfragen und der Abstimmung weiterer Schritte mit den Verbündeten. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben 15 Länder, Vertreter von EU und NATO, ihre Teilnahme zugesagt. Das US-Team wird demnach online zugeschaltet. Selenskyj erwartet Fortschritte beim schwierigen Thema Sicherheitsgarantien für sein Land.
Russland nicht mit am Tisch
Die militärische Komponente sei der Schlüssel dazu, wirklich Sicherheit zu garantieren, schrieb Selenskyj am Freitag in sozialen Medien. Er habe mit seinem Vize-Kanzleichef Pawlo Palissa über die Vorbereitung des Treffens der Sicherheitsberater gesprochen. Auch ging es demnach um weitere geplante Treffen mit Unterstützerstaaten der Ukraine aus der sogenannten Koalition der Willigen Anfang der kommenden Woche. Auch bei den nun geplanten Treffen sitzt Russland nicht mit am Tisch.
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