Die endgültige Bilanz der Covid-Impfstoffbeschaffung sorgt für politische Brisanz. Laut einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ wurde nur rund ein Drittel der bestellten Dosen tatsächlich verimpft. Insgesamt orderte Österreich etwa 70 Millionen Impfdosen im Wert von 1,2 Milliarden Euro, geliefert wurden 61,8 Millionen.

Verabreicht wurden seit 2020 lediglich 21,9 Millionen Dosen. Gleichzeitig mussten 26,6 Millionen Impfdosen entsorgt werden, da sie abgelaufen waren. Weitere 9,7 Millionen wurden ins Ausland gespendet. Zum Stichtag 22. Dezember 2025 lagerten noch rund 1,5 Millionen Dosen im Inland, während bei etwa 2,1 Millionen jede Spur fehlt.

Zahlen aus dem Gesundheitsministerium

Die Zahlen stammen aus dem Gesundheitsministerium unter SPÖ-Ministerin Korinna Schumann. Scharfe Kritik kommt von FPÖ-Abgeordnetem Harald Schuh. Er spricht von einem „Milliardengrab“ auf Kosten der Steuerzahler und wirft der damaligen schwarz-grünen Regierung mangelnden wirtschaftlichen Hausverstand vor.

Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ)APA/HELMUT FOHRINGER

Schuh kritisiert zudem geplante weitere Impfstoffkäufe für 2026. Laut Ministerium bestehen jedoch keine Abnahmeverpflichtungen mehr. Das Interesse an Impfungen ist stark gesunken – heuer wurden bislang nur rund 5.500 Immunisierungen registriert.