Nach dem umstrittenen geplatzten Asyl-Deal mit Großbritannien hat Ruanda ein Schiedsverfahren eingeleitet. Großbritannien sei weiterhin rechtlich an die von der konservativen Vorgängerregierung eingegangenen Verpflichtungen gebunden, so die Begründung des ostafrikanischen Landes. Das kontroverse Abkommen aus dem Jahr 2024 sah vor, dass Ruanda irregulär eingereiste Migranten aus Großbritannien aufnimmt.

Weiterhin offen für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern

Ruanda sei weiterhin der Ansicht, dass ein Schiedsverfahren und nicht politische Verhandlungen das geeignete Forum zur Beilegung des Konflikts sei, betonte Michael Butera, ein leitender Berater des ruandischen Justizministeriums. “Durch ein Schiedsverfahren strebt Ruanda eine rechtliche Feststellung der jeweiligen Rechte und Pflichten der Parteien aus dem Vertrag gemäß dem Völkerrecht an”, sagte er. Zudem sei Ruanda weiterhin offen für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Bereich Migration.