Bestätigt wurde der Schritt von Außenminister Pablo Quirno. Demnach trat der Austritt genau ein Jahr nach der formellen Mitteilung an die Vereinten Nationen in Kraft.

Buenos Aires begründet den Bruch mit der WHO mit der „Verteidigung der gesundheitspolitischen Souveränität“. Heißt konkret: Künftig will Argentinien selbst entscheiden, welche Gesundheitsmaßnahmen es setzt – ohne Einfluss aus Genf. Besonders die Corona-Politik der WHO hatte Milei und sein Umfeld immer wieder massiv kritisiert. Wie euronews. berichtete, sprach der Präsident sogar von „tiefgreifenden Differenzen“ und attackierte die Organisation wegen ihres Vorgehens während der Pandemie scharf.

Kritik an WHO als zentraler Auslöser

Ganz auf internationale Zusammenarbeit verzichten will Argentinien allerdings nicht. Die Regierung betont, auch künftig mit anderen Staaten und auf regionaler Ebene kooperieren zu wollen – allerdings über eigene Abkommen und nicht mehr unter dem Dach der WHO.

Im Inland sorgt der Schritt für heftigen Widerstand. Gesundheitsexperten warnen vor einem gefährlichen Alleingang und sprechen teils von einer gesundheitspolitischen Fehlentscheidung. Mileis Regierung sieht das naturgemäß anders: Für sie bedeutet der WHO-Austritt vor allem eines – mehr Freiheit, mehr Flexibilität und mehr nationale Kontrolle.