ÖVP-Klubobmann August Wöginger verteidigte dabei einmal mehr den Kurs der Bundesregierung. Die beschlossenen Schritte würden laut Wöginger spürbare Entlastungen bringen. Ein durchschnittlicher Haushalt könne dadurch mehrere Hundert Euro pro Jahr einsparen, argumentierte er und verwies auf bereits umgesetzte Maßnahmen gegen die Preissteigerungen.

In seiner Rede schlug Wöginger allerdings auch deutlich schärfere Töne an – vor allem gegenüber der FPÖ: “Ich weiß nicht, ob es euren Fahnenschwenkern beim Neujahrsempfang egal ist, ob sie tausend Euro mehr haben oder nicht. Denn dafür sorgen wir.”

Wöginger: "Keine Zähne und zerrissene Hosen"

Kurz darauf eskalierte der Tonfall. Wöginger attackierte die FPÖ-Anhängerschaft mit einer abfälligen Bemerkung über deren äußeres Erscheinungsbild: “Die haben nicht einmal Zähne und zerrissene Hosen. Das sind eure Fahnenschwinger.” Diese Aussage sorgte umgehend für heftige Reaktionen in den Reihen der Freiheitlichen und führte zu einem spürbaren Eklat im Plenum.

Noch bevor es zu formellen Wortmeldungen oder einem Einschreiten des Nationalratspräsidenten kam, ruderte Wöginger zurück. Am Ende seiner Rede entschuldigte sich der ÖVP-Klubchef für seine Wortwahl und nahm die entsprechende Aussage ausdrücklich zurück. Er erklärte: “Und zum Schluss, bevor jetzt dann Geschäftsordnungs-Wortmeldungen kommen: Ich nehme diesen Ausdruck zurück, den ich getätigt habe bezüglich eurer Leute, die in den ersten Reihen sitzen bei den Veranstaltungen. Das tut mir leid, das nehme ich zurück.”