Heftige Kritik: In Dubai gestrandeter Österreicher wütet gegen Meinl-Reisinger
Während Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auf X erklärt, gestrandete Österreicher aus der Krisenregion würden nach Hause gebracht, meldet sich ein Betroffener aus Dubai zu Wort – und übt scharfe Kritik am Krisenmanagement.
Die Evakuierung von Österreichern aus der Krisenregion sorgt weiter für Diskussionen. Während Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in sozialen Medien erklärt, man arbeite daran, gestrandete Staatsbürger sicher nach Hause zu bringen, meldet sich nun ein Betroffener aus Dubai mit deutlicher Kritik.
Auf LinkedIn reagierte der österreichische Unternehmer Thomas Treml auf einen Beitrag der Ministerin. Darin hatte Meinl-Reisinger verkündet, dass bereits eine erste Maschine aus Maskat gestartet sei und weitere Flüge folgen sollen. Ziel sei es, gestrandete Österreicher rasch aus der Region nach Wien zurückzubringen.
Gute Nachrichten: Die Sicherheitslage erlaubt es, dass wir morgen einen Evakuierungsflug aus #Maskat nach Wien bringen können.
— Beate Meinl-Reisinger (@BMeinl) March 3, 2026
Bereits Sonntag sind erste Österreicher, die besondere medizinische Versorgung gebraucht haben, ausgeflogen worden. Busse sind gestern von VAE in den…
„Kann in keinster Weise zustimmen“
Treml schildert jedoch ein völlig anderes Bild. Seit mehreren Tagen sitze er gemeinsam mit anderen EU-Bürgern in Dubai fest. „Ich kann Ihrer sehr positiven Darstellung leider aus eigener Erfahrung in keinster Weise zustimmen“, schreibt er in seinem Kommentar.
Besonders ärgert ihn der Vergleich mit anderen EU-Staaten. Während etwa Tschechien oder Slowenien ihre Bürger rasch mit organisierten Flügen ausflogen, sei das Hotel in Dubai, in dem rund 100 gestrandete EU-Bürger untergebracht waren, inzwischen leer. „Diese wurden von ihren Regierungen direkt ausgeflogen“, so Treml.
Von österreichischer Seite habe es hingegen bislang kaum konkrete Unterstützung gegeben. Laut Treml sei lediglich eine Busfahrt ins rund 20 Stunden entfernte Riad organisiert worden. Danach seien die Betroffenen wieder auf sich allein gestellt gewesen – weder Hotel noch ein unterstützter Flug seien angeboten worden.
Auch alternative Möglichkeiten, etwa eine Ausreise über Maskat, seien ihnen nach eigenen Angaben nicht vorgeschlagen worden.
Treml richtet daher eine klare Frage an das Außenministerium: Welche konkreten Schritte will Österreich setzen, damit die noch gestrandeten Staatsbürger rasch und sicher nach Hause kommen?
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