Heinzlmaiers Lesezeichen: Raphael M. Bonelli über Tabus, Wokeness und Denkverbote
In dieser Folge von Heinzlmaiers Lesezeichen spricht Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier mit dem Autor, Neurowissenschaftler und Psychiater Raphael M. Bonelli über sein Buch „Tabu – Was wir nicht denken dürfen und warum“.
Unsere Gesellschaft scheint von Tabus durchzogen zu sein, die eine offene Debatte zunehmend erschweren. Bei manchen Themen entsteht der Eindruck, dass schon das bloße Nachdenken darüber als Provokation gilt. Zwischen Sensibilität und Zensur, zwischen Respekt und Denkverbot stellt sich daher eine grundlegende Frage: Wie frei ist unsere Debattenkultur tatsächlich noch?
Warum werden bestimmte Themen zu Denkverboten? Gibt es funktionale und dysfunktionale Tabus? Ist Wokeness eine kollektive Denkstörung – und verlieren wir durch Sprachmanipulation zunehmend den Bezug zur Realität?
Diesen brisanten Fragen widmet sich Raphael M. Bonelli im Gespräch mit Bernhard Heinzlmaier. Dabei analysiert er kontrovers diskutierte Entwicklungen unserer Zeit – von den Tabus während der Corona-Jahre über Gender- und Sprachdebatten bis hin zu Migration, Demografie, Meinungsfreiheit und sozialer Ächtung. Auch psychologische Perspektiven kommen zur Sprache: Bonelli spannt den Bogen von Freud und dem Mechanismus der Verdrängung bis hin zu modernen Ideologien, Opferkultur, Intersektionalität und Wokeness.
Er zeigt auf, weshalb Sprache zu einem machtvollen Instrument werden kann, wie Denkverbote entstehen und warum das „Auto der Vernunft“ heute immer häufiger durch ideologische Poller ausgebremst wird. Sein Buch „Tabu“ liefert dazu eine pointierte und tiefgehende Analyse unserer Gegenwart.
Was denken Sie: Gibt es heute Themen, über die man nicht mehr frei sprechen darf? Oder sind Tabus notwendig für eine funktionierende Gesellschaft? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare!
Das Buch „Tabu: Was wir nicht denken dürfen und warum.“ ist HIER erhältlich.
ISBN-10 : 3990018264
ISBN-13 : 978-3990018262
Seiten: 208
Preis: 20,00
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