„Historisches Treffen“: FPÖ von Netanyahu nach Israel eingeladen
Premiere: Erstmals wurde mit dem EU-Parlamentarier Harald Vilimsky ein Parteirepräsentant der FPÖ offiziell von der israelischen Regierung eingeladen – und persönlich von Premier Benjamin Netanyahu empfangen. Thema: die Bedrohung durch radikalen Islam, extreme Linke und unkontrollierte Migration nach Europa.
FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky (l.) trifft Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (r.) in Jerusalem. Im Bild: Vilimsky und Netanyahu mit Israels Transportministerin Miri Regev (Mitte).GPO/Kobi Gideon
Es ist ein politisches Signal mit erheblicher Sprengkraft: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Sonntag eine Delegation europäischer Abgeordneter empfangen – darunter erstmals auch einen Vertreter der Freiheitlichen. Mit dabei war Harald Vilimsky, FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament. Er sprach im Anschluss von einem „historischen Treffen“.
Es kaum auch zum Austausch mit der israelischen Verkehrsministerin Miri Regev.
Das ist sie! Die neue Chefin der Patriots of Jerusalem/Israel. Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev. Ich hatte die Freude, heute mit ihr und anderen unserer patriotischen Allianz in Jerusalem unsere kommenden politischen Aktionen zu planen. Da kommt noch einiges!… pic.twitter.com/II38JNCmap
— Harald Vilimsky (@vilimsky) January 25, 2026
45 Minuten mit Netanyahu – Iran und radikaler Islam im Zentrum
Das Gespräch dauerte rund 45 Minuten. Teil der Delegation waren Parlamentarier aus Ungarn, Österreich, Spanien und Frankreich aus der Fraktion „Patriots for Europe“.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der radikale Islam und die expansive Strategie des Iran, berichtete Vilimsky. Der Freiheitliche zeigte sich von Netanyahus „messerscharfer Analyse“ beeindruckt. Israel bezeichnete er als „Schutzwall vor expansiven islamistischen Tendenzen“.
Netanyahu warnt vor Allianz aus Islamisten und radikaler Linker
Netanyahu sprach von einem „Angriff auf die westliche jüdisch-christliche Zivilisation“, ausgeführt vom radikalen Islam in Zusammenarbeit mit der radikalen Linken. Obwohl beide Kräfte eigentlich Gegner sein müssten, „eint sie eine Sache: der Hass auf Israel und die Juden“, bekräftigte der Regierungschef.
Zudem kritisierte Netanyahu europäische Staaten, die ihre Grenzen „ohne jegliche Kontrolle geöffnet“ haben.
More to come 🤗#Jerusalem #Vilimsky #Patriots pic.twitter.com/sO3yuZijgq
— Harald Vilimsky (@vilimsky) January 25, 2026
Vilimsky traf auch Transportministerin: „Da kommt noch einige!“
Israels Transportministerin Miri Regev, die Vilimsky ebenfalls traf, soll Vorsitzende der neu gegründeten „Patriots for Jerusalem/Israel“ werden – einer Schwesterstruktur zur europäischen Patrioten-Fraktion.
Vilimsky schrieb auf X, er habe mit Regev und anderen Vertretern der „patriotischen Allianz“ in Jerusalem bereits „kommende politische Aktionen“ geplant. „Da kommt noch einiges.“
FPÖ: „Historischer Moment“
In einer Stellungnahme der FPÖ heißt es, es sei ein „historischer Moment“, da die Partei erstmals offiziell von der israelischen Regierung eingeladen worden sei. FPÖ-Generalsekretär Maximilian Krauss kommentierte den Besuch auf X mit den Worten: „Das endgültige Ende der Ausgrenzung.“
Bislang wurden FPÖ-Politiker von israelischen Spitzenvertretern gemieden – aus Rücksicht auf die jüdische Gemeinde in Österreich. Diese verweigert die Kooperation mit Spitzenvertretern der FPÖ unter Verweis auf antisemitische Vorfälle.
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