Horrorzahlen aus Graz: Massiver Anstieg bei Vergewaltigungen & sexueller Belästigung
Neue Zahlen aus der Kriminalstatistik zeichnen ein düsteres Bild: Gewalt- und Sexualdelikte schießen seit 2020 in Graz massiv in die Höhe. Mehr dazu lesen Sie hier!
Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik für Graz zeigt einen klaren Trend: Gewalt- und Sexualdelikte nehmen spürbar zu. Zwischen 2020 und 2024 kam es in mehreren besonders sensiblen Deliktbereichen zu teils massiven Steigerungen. Die Zahlen stammen aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Innenministeriums und zeichnen ein beunruhigendes Bild der Sicherheitslage in der steirischen Landeshauptstadt.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei Körperverletzungsdelikten. Die Zahl der angezeigten Fälle stieg von 1.323 im Jahr 2020 auf 1.821(!) im Jahr 2024. Das entspricht einem Plus von 498 Fällen oder rund 38 Prozent. Noch drastischer fällt die Entwicklung bei der schweren Körperverletzung aus: Hier erhöhte sich die Fallzahl von 195 auf 282 Delikte – ein Anstieg um 87 Fälle beziehungsweise rund 44,6 Prozent.
Auch im Bereich der Sexualdelikte ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen stieg innerhalb von lediglich vier Jahren von 42 auf 71 Fälle. Das entspricht einem Zuwachs von rund 69 Prozent. Ebenfalls stark angestiegen ist die sexuelle Belästigung und geschlechtliche Nötigung im öffentlichen Raum. Hier wurden im Jahr 2020 noch 98 Fälle registriert, 2024 waren es bereits 130 – ein Plus von 32 Fällen oder rund 32,7 Prozent.
Rückgang bei Tierquälerei
Ganz ohne Lichtblicke ist die Statistik aber nicht: Tierquälerei ging in Graz von 31 Fällen (2020) auf 18 (2024) zurück. Auch beim Widerstand gegen die Staatsgewalt ist ein Minus zu sehen – von 148 auf 130 Fälle. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Delikten rund um die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten aus: von 24 Fällen (2020) auf nur noch 5 (2024).
Trotzdem bleibt die Gesamtbilanz eindeutig: Es zeigt sich ein klarer, über Jahre anhaltender Aufwärtstrend bei schweren Delikten. Für viele Grazer wird damit zur täglichen Frage, wie sicher der öffentliche Raum noch ist – und ob Politik und Polizei rechtzeitig wirksam gegensteuern, bevor sich dieser Trend weiter verfestigt.
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