Der Skandal rund um die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“ zieht immer weitere Kreise. Nachdem exxpress die vollständige Fördersumme von insgesamt 553.000 Euro offengelegt hat, wächst die Kritik aus Politik und Wirtschaft.
Nun meldet sich auch Industrieller Stefan Zöchling zu Wort – und zeigt sich schockiert. In einem Video erklärt er: „Ich bin einfach nur noch sprachlos.“ Selbst aus dem Ausland verfolge er die Berichterstattung und könne kaum glauben, dass ein Film über einen Spitzenpolitiker mit Hunderttausenden Euro aus öffentlichen Mitteln finanziert werde.

„Lupenreine Wahlkampf-Unterstützung“

Zöchling spricht von einer „lupenreinen Wahlkampf-Unterstützung“ und kritisiert, dass solche Projekte in Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen gefördert werden. Besonders brisant: Österreich leiste sich bereits eine der höchsten Parteienförderungen Europas – zusätzliche Gelder für derartige Produktionen seien daher kaum nachvollziehbar.

Die Kritik beschränkt sich jedoch nicht nur auf einzelne Stimmen. Auch aus der Politik kommen scharfe Vorwürfe. FPÖ-Vertreter sprechen von einem „Skandal ersten Ranges“ und sehen den Verdacht einer indirekten Parteienfinanzierung. Im Netz wächst ebenfalls der Unmut – viele Nutzer fordern Konsequenzen und sehen einen Missbrauch von Steuergeld.