Illegale Migration im Fokus: Deutschland verlängert Grenzkontrollen
Deutschland hält an den Grenzkontrollen fest. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die EU-Kommission offiziell darüber informiert, dass die Kontrollen über den 15. März hinaus verlängert werden sollen. Damit bleibt eine Ausnahmeregelung im Schengenraum weiter aufrecht.
„Wir verlängern die Grenzkontrollen an den Grenzen zu unseren Nachbarländern. Die Grenzkontrollen sind ein Element unserer Neuordnung der Migrationspolitik“, erklärte Dobrindt gegenüber der Bild. Ziel sei es, die innere Sicherheit zu schützen und die illegale Migration weiter einzudämmen.
Bereits im Mai 2025 hatte der Minister verstärkte Kontrollen an allen neun deutschen Landesgrenzen angeordnet. Seither müssen sich Reisende und Pendler auf Wartezeiten einstellen. Die stichprobenartigen Überprüfungen sollen nun mindestens bis September fortgesetzt werden.
Asyl-Erstanträge gehen zurück
Nach Angaben der deutschen Bundespolizei wurden zwischen September 2024 und Dezember 2025 insgesamt 67.918 unerlaubte Einreisen festgestellt. 46.426 Personen seien direkt an der Grenze zurückgewiesen oder im Zusammenhang mit einem illegalen Grenzübertritt zurückgeschoben worden. Parallel dazu ging auch die Zahl der Asyl-Erstanträge deutlich zurück: Im Jänner stellten 7.649 Menschen erstmals einen Antrag – fast halb so viele wie im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Kritik aus Brüssel hatte es dennoch gegeben. Noch Anfang Jänner forderte EU-Innenkommissar Magnus Brunner (ÖVP) Deutschland auf, die Maßnahmen zeitnah zu beenden.
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