Iran-Propaganda: KI-generiertes Lego-Video verspottet Trump
Ein von iranischen Staatsmedien verbreitetes KI-Video sorgt international für Kritik. Darin werden Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu als Lego-Figuren dargestellt – verbunden mit Vorwürfen rund um die Epstein-Affäre und den Krieg.
Ein ungewöhnliches Propaganda-Video aus Iran sorgt derzeit international für Kritik. Die dem iranischen Machtapparat nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte einen rund zweiminütigen Clip, der offenbar mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurde.
In dem Video werden US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu als Lego-Figuren dargestellt. In einer Szene stehen sie neben einer Mappe mit der Aufschrift „Jeffrey-Epstein-File“. Nachdem die Trump-Figur einen Blick auf die angeblichen Dokumente wirft, reagiert sie wütend und drückt einen roten Knopf – anschließend wird ein Raketenangriff gezeigt.
Die Szene endet mit der Zerstörung einer Mädchenschule. Beobachter sehen darin eine Anspielung auf eine Explosion in der iranischen Stadt Minab, bei der laut Berichten mehr als 170 Schülerinnen und Mitarbeiter ums Leben kamen. Der Clip suggeriert indirekt, dass die USA hinter dem Angriff stehen, während die Hintergründe des Vorfalls weiterhin untersucht werden.
Das Video zeigt anschließend angebliche iranische Vergeltungsschläge gegen Ziele in Israel und im Nahen Osten. Kritiker sprechen von einer gezielten Desinformations- und Propagandakampagne, die politische Narrative verbreiten und antiwestliche Stimmung schüren soll. Experten warnen zudem, dass KI-generierte Inhalte zunehmend genutzt werden, um im Informationskrieg rund um den Konflikt Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen.
Der Clip verbreitete sich rasch in sozialen Netzwerken – und löste dort sowohl Spott als auch scharfe Kritik aus.
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