Am 12. März veranstaltete Zohran Mamdani erstmals ein offizielles Ramadan-Fastenbrechen im historischen New Yorker Rathaus. Nach dem Iftar wurden Gebetsteppiche ausgerollt, mehrere Teilnehmer verrichteten gemeinsam das Gebet – auch der Bürgermeister war anwesend. Doch ein Moment aus einem Video sorgt nun für Schlagzeilen: Während des Gebets hebt ein Mann den Zeigefinger.

Diese Geste wird von dschihadistischen Gruppen wie dem „Islamischen Staat“ häufig als Symbol verwendet. Kritiker sprechen deshalb von einem „IS-Gruß mitten im Rathaus“. Verteidiger halten dagegen, die Bewegung komme auch im traditionellen muslimischen Gebet vor. Ob es sich tatsächlich um ein extremistisches Symbol handelt, ist bislang nicht bestätigt.

Die Empörung ist dennoch enorm. Denn der mögliche IS-Gruß ist nur der jüngste Eklat in einer ganzen Serie brisanter Extremismus-Skandale rund um Mamdani und sein nächstes Umfeld.

Politischer Sturm in Washington

Die New Yorker Stadträtin Vickie Paladino sprach von linker Doppelmoral: Während christliche Symbole aus dem öffentlichen Raum verdrängt würden, fänden islamische Rituale nun im Rathaus statt.

Auch in Washington reagierten Republikaner empört. Senator Tommy Tuberville verbreitete einen Post, der Mamdanis Iftar-Fotos mit Bildern der Anschläge vom 11. September kombinierte. Der Abgeordnete Brandon Gill bezeichnete Fotos des betenden Bürgermeisters als „wirklich abstoßend“.

Demokraten konterten sofort. Chuck Schumer sprach von „mindless hate“, Senator Raphael Warnock von „bigotry“. Die Bürgerrechtsorganisation CAIR warf Kritikern Islamfeindlichkeit vor.

Antisemitismus-Regeln gestrichen

Seit Mamdanis Amtsantritt am 1. Jänner 2026 reiht sich eine Kontroverse an die nächste. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit widerrief Mamdani mehrere Verordnungen seines Vorgängers Eric Adams – darunter die Übernahme der IHRA-Definition von Antisemitismus sowie Maßnahmen gegen Israel-Boykotte.

Terror-Merchandise bei Partnerorganisation

Ende Jänner sorgte eine Veranstaltung der Muslim American Society (MAS) für Empörung. Bei einem Spenden-Event wurden Artikel mit Symbolen von Hamas, Hezbollah und der PFLP verkauft – darunter auch Bilder des Hamas-Führers Yahya Sinwar.

Brisant: Die Organisation hatte zuvor hunderttausende Dollar an städtischen Fördermitteln erhalten, mehrere Vertreter saßen zudem in Mamdanis Übergangsteam.

Mamdani berief Mitglieder des MAS-Jugendzentrums in sein Übergangsteam.X/Screenshot

Schon zuvor war die MAS mit extremistischen und antisemitischen Parolen aufgefallen.

Antisemitische Posts im Rathaus-Umfeld

Im Februar berichteten US-Medien über Social-Media-Beiträge aus dem Umfeld der Stadtregierung. Ein Mitarbeiter schrieb über Aktivisten, die israelische Geisel-Plakate herunterrissen: „Alles, was ich sehe, sind Helden.“

„Helden“? Sie reißen Plakate der israelischen Geiseln herunter.X/Screenshot

Der Beitrag wurde später gelöscht.

Auftritt mit radikalem Aktivisten

Auch ein Ramadan-Auftritt Anfang März löste Kritik aus. Mamdani trat bei einer Veranstaltung auf Staten Island auf, angekündigt vom Aktivisten Abdullah Akl, der zuvor mit Parolen wie „Schlagt zu, schlagt zu gegen Tel Aviv!“ („Strike, strike Tel Aviv!“) und „Intifada“ aufgefallen war.

X/Screenshot

Anti-Israel-Posts seiner Ehefrau

Kurz darauf geriet Mamdanis Ehefrau Rama Duwaji in die Schlagzeilen.

Medien berichteten über Instagram-Likes von Beiträgen, die das Hamas-Massaker vom 7. Oktober als „Durchbrechen der Mauern der Apartheid“ darstellten oder Berichte über Massenvergewaltigungen an israelischen Frauen als „Massenvergewaltigungs-Schwindel“ diffamierten.

Terrorversuch vor der Bürgermeisterresidenz

Am 7. März versuchten zwei Männer, vor der Bürgermeisterresidenz Gracie Mansion improvisierte Sprengsätze zu zünden. Laut US-Justizministerium erklärten sie nach ihrer Festnahme, sie seien dem „Islamischen Staat“ verbunden.

Iftar mit umstrittenem Aktivisten

Nur zwei Tage später empfing Mamdani den pro-palästinensischen Aktivisten Mahmoud Khalil zum Ramadan-Dinner in der Bürgermeisterresidenz.

Khalil hatte das Massaker der Hamas-Terroristen am 7. Oktober öffentlich als Teil des palästinensischen „Kampfes“ eingeordnet.

Kritiker sehen ein Muster

Der mutmaßliche IS-Gruß im Rathaus wirkt deshalb wie der vorläufige Höhepunkt einer Serie politischer Eklats.

Kritiker sagen: Immer wieder tauchen in Mamdanis Umfeld radikale Narrative, problematische Kontakte oder extremistische Symbolik auf.