Die Wahlschlappe der SPÖ in St. Pölten wirkt nach – und zwar heftig. Mit nur noch 42,53 Prozent verlor die Partei ihre jahrzehntelange Alleinregierung. Bürgermeister Matthias Stadler muss erstmals seit 2004 einen Koalitionspartner suchen. In der Partei ist schnell ein Schuldiger gefunden: die Bundeslinie unter Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler.

Was danach folgte, ließ selbst erfahrene Funktionäre ratlos zurück. Bei einer fast vierstündigen Sitzung des niederösterreichischen SPÖ-Parteivorstands am Montagabend hätte es um Ursachenanalyse, Strategie und Vertrauensverlust gehen sollen. Stattdessen eskalierte eine Debatte, die inzwischen parteiintern für Kopfschütteln sorgt: Es ging um Bananen, wie Heute berichtete.

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Konkret um die geplante Mehrwertsteuer-Senkung der Bundesregierung – und die Frage, welche Lebensmittel als Grundnahrungsmittel gelten sollen. Laut Sitzungsteilnehmern wurde ernsthaft darüber philosophiert, ob Bananen auf diese Liste gehören. Ein Babler-Unterstützer sprach sich dafür aus, Äpfel aufzunehmen, Bananen jedoch nicht. Begründung: Für seine Großmutter seien Bananen schließlich auch kein Grundnahrungsmittel gewesen.

Kritik im Netz

„Die SPÖ hat sich ja generell zu einem chaotischen Haufen entwickelt, aber da fehlen mir jetzt endgültig die Worte“, meint ein User auf X. „Ich habe die SPÖ in St. Pölten gewählt – wenn ich das so lese, bereue ich meine Entscheidung jetzt schon“, meint ein weiterer Nutzer.

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