Australien hat es schon, auch Länder wie Frankreich oder Großbritannien wollen nachziehen: Die Bundesregierung möchte bis zum Herbst ein Social Media für Jugendliche und Kinder unter 14 Jahren durchsetzen. Der für Medien zuständige Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) hat dazu einen Gesetzesentwurf bis zum Sommer angekündigt.

Die meisten der jungen Befragten finden ein Verbot gut

Der exxpress hat sich unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Wien umgehört. Wie stehen sie zu einem Verbot von Instagram, TikTok, Snapchat und Co. für unter 14-Jährige? Und finden sie es sinnvoll, Fächer wie Latein oder zweite lebende Fremdsprachen wie Französisch oder Spanisch zu kürzen, um dafür das verpflichtende Fach „Demokratie und Medien“ einzuführen, wie Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) angekündigt hat?

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„Scary, was man im Internet finden kann“

Die meisten der von diesem Onlinemedium befragten jungen Leute findet ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige gut. „Ich find scary, was man im Internet finden und sehen kann als junge Person“, merkt eine junge Frau an.

Eine andere sagt: „Ich finde ein Verbot prinzipiell gut, weil man merkt schon, dass die Generation unter uns daran leidet“.

Ein Jugendlicher beobachtet, dass Kinder unter 14 viel am Handy „hängen“. Man könne sehr schnell abhängig werden, „gerade wenn man so jung ist“, meint er.

Diese junge Frau hält ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige für sinnvoll, da es „nicht gesund“ sei soviel aufs Handy zu sehen.exxpress

Eine weitere junge Frau denkt, dass ein Verbot von Instagram und TikTok am besten „individuell gelöst“ werden sollte. Die Eltern seien dafür zuständig.

Auf die Frage, warum die Regierung so ein Verbot erlassen möchte, antworten die meisten Befragten: Weil die Politiker die Kinder schützen wollen – zum Beispiel vor „Fake News“ oder weil „Social Media nicht so gesund ist“. Wenn man unter 14 ist, falle man leichter auf Fake News und KI-Videos herein, meinen einige.

Lateinunterricht macht „schon sehr viel Sinn“

Mit einer Kürzung des Sprachunterrichts sind ein Großteil der jungen Befragten nicht einverstanden.

„Ich hatte selbst Latein. Gerade, wenn man mehr Sprachen lernen will, macht der Lateinunterricht schon sehr viel Sinn“, merkt eine junge Frau an.

Eine andere sagt, sie würde ein Fach wie „Medien und Demokratie“ nicht verpflichtend einführen, sondern als Wahlfach.

Eine junge Frau meint, ein Fach, in dem man „bisschen mehr über die Welt lernt, anstatt immer nur so schulische Sachen“ sei sinnvoll.