„Kein BlaBla mit Babler“: Vizekanzler startet nach „SPÖ Eins“-Flop neues Format
SPÖ-Chef Andreas Babler startet ein neues Facebook-Videoformat und will darin wöchentlich auf Kommentare und Schlagzeilen reagieren. Nach dem Reichweiten-Debakel des Parteisenders „SPÖ Eins“ steht der nächste Anlauf zur eigenen Medieninszenierung bereits im öffentlichen Kreuzfeuer.
Andreas Babler hat ein neues Sendeformat gestartet. Auf Facebook will der SPÖ-Vorsitzende künftig jede Woche auf Kommentare und Schlagzeilen reagieren – „offen, vielleicht mit Humor und jedenfalls mit meiner ehrlichen Meinung“, wie er selbst ankündigt. Der Titel des Formats: „Kein BlaBla mit Babler“. Bereits diese Wortwahl sorgt für Aufmerksamkeit – und Verwunderung.
Denn was als direkter Draht zur Bevölkerung verkauft wird, erinnert in Form und Tonfall eher an Social-Media-Influencing als an politische Kommunikation auf Führungsebene. Babler kommentiert Berichte, räumt mit Vorwürfen auf und positioniert sich als jemand, der angeblich Klartext spricht, während andere „BlaBla“ produzieren.
In der ersten Ausgabe spricht Babler über die Medienförderung. Er stellt klar, er finanziere „keine Fake News“, sondern Qualitätsjournalismus. Doch der inhaltliche Schwerpunkt ist nur ein Einstieg: Das Format ist als fortlaufende Reaktionsschleife angelegt. Babler fordert sein Publikum ausdrücklich auf, ihm Themen zu liefern: „Schreibt mir alles, worauf ich reagieren soll, in die Kommentare oder schickt mir eine persönliche Nachricht“, heißt es unter dem Video.
Spott im Netz
Das neue Format wirkt wie der nächste Versuch, den deutlichen Fehlstart von „SPÖ Eins“ zu überdecken. Seit Ende des vergangenen Jahres betreibt die SPÖ den hauseigenen YouTube-Sender. Der Start war groß angekündigt, die Reichweite ist bislang minimal (exxpress berichtete): Der Kanal ging am 26. Oktober online, lag zuletzt bei rund 3.950 Abonnenten; viele der 41 Videos erreichen meist nur einige Hundert Aufrufe.
In den sozialen Medien wird über das neue Format bereits gespottet: „Diese Regierung ist ein einziges Blabla“, schreibt etwa ein User auf X. „Das muss doch Satire sein. Was soll denn das?“, meint ein anderer.
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