„Keine Einbahnstraße“: Rubio kritisiert NATO-Partner und droht Iran
US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Straße von Hormuz wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – “so oder anders”.
Entweder werde sich der Iran bereit erklären, “sich an internationales Recht zu halten” und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. “Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist”.
Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit “dafür sorgen” meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran “wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt”, sagte Rubio.
Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in “Wochen und nicht Monaten” komplett erreichen – und dann vor der Frage der Meerenge von Hormuz stehen, sagte der US-Außenminister.
Rubio: NATO darf "keine Einbahnstraße sein"
Rubio kritisierte zudem Spanien und andere NATO-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass NATO-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums. Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestoßen seien.
Die NATO sei nützlich für die USA, weil es dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter.
Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die NATO sei ein Bündnis und dürfe als solches “keine Einbahnstraße sein”. Rubio fügte hinzu: “Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können.”
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