Kornhäusl zu Mutter-Kind-Pass: „Es ist wieder Vernunft eingekehrt“
Der steirische Gesundheitslandesrat Dr. Karl-Heinz Kornhäusl erklärt im exklusiven exxpress-Interview, warum die Rückkehr zum Eltern-Kind-Pass mit zwei Geschlechtern ein notwendiger Schritt war.
Der steirische Gesundheitslandesrat Dr. Karl-Heinz Kornhäusl war zu Gast bei exxperssTV. Unter anderem äußerte er sich im Gespräch mit Herausgeberin Eva Schütz zur kontroversen Diskussion um den Eltern-Kind-Pass. Zu Beginn führte die Einführung von sechs Geschlechtern zu großen Irritationen in der Bevölkerung – für Kornhäusl war diese Regelung sowohl als Arzt als auch als Vater schwer verständlich.
„Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist es in den meisten Fällen klar, ob es ein Bub oder ein Mädchen ist“, erklärt er. Die Rückkehr zu einer vereinfachten Regelung, die nur zwei Geschlechter vorsieht, sieht er als Schritt in die richtige Richtung.
Der Gesundheitslandesrat betont, dass dieser Schritt nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig war, um den Gesundheitsbereich verständlicher zu gestalten. Kornhäusl fordert zudem, dass Entscheidungen im Gesundheitswesen pragmatisch und vor allem verständlich getroffen werden sollten. Gleichzeitig dringt er auf innovative Lösungsansätze im Bereich der medizinischen Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, wo Facharztstellen häufig unbesetzt bleiben. Der Druck auf die Bevölkerung wächst, wenn Wartezeiten und Fachkräftemangel zu Problemen führen. Kornhäusl ist der Überzeugung, dass ein „Masterplan Gesundheit Österreich“ unumgänglich ist, um die Versorgung langfristig zu sichern.
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