In „exxpress live“ wurde am Donnerstag über das Nein der Stadt Wien zu einer Sobieski-Statue am Kahlenberg diskutiert. Mit dabei: FPÖ-Abgeordneter Maximilian Krauss und exxpress-Herausgeberin Eva Schütz.

„Das ist Geschichtsklitterung“

Für Maximilian Krauss ist die Ablehnung der Sobieski-Statue kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Linie. Die Wiener SPÖ versuche seit Jahren, historische Themen aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen. Krauss erinnerte daran, dass die Türkenbelagerungen bereits aus Schulbüchern verschwunden seien – nun folge der nächste Schritt.

Der Verweis auf mögliche Islamfeindlichkeit sei für ihn ein politischer Vorwand. „Immer wenn Politiker etwas nicht wollen, dann sagen sie: Das geht nicht wegen der EU“, so Krauss. In Wahrheit gehe es darum, Konflikte mit bestimmten Wählergruppen zu vermeiden.

„Das war Krieg – und das muss man auch so benennen dürfen“

exxpress-Herausgeberin Eva Schütz stellte klar, dass der Entsatz von Wien ein historischer Fakt sei und kein politisches Statement. Geschichte dürfe nicht nach heutigen Empfindlichkeiten umgeschrieben werden. Der Versuch, den militärischen Kontext von 1683 moralisch umzudeuten, führe letztlich dazu, dass zentrale Ereignisse nicht mehr benannt werden.

Krauss sah in der Denkmal-Debatte ein Symptom eines tieferliegenden Problems. Wer beginne, Geschichte aus Angst vor möglicher Kritik zu relativieren, verliere die Fähigkeit zur kulturellen Selbstvergewisserung. Das betreffe nicht nur Denkmäler, sondern das gesamte Verhältnis Europas zu seiner eigenen Vergangenheit.

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