„Krieg in Tagen oder Wochen“: USA fahren Militär gegen Iran hoch
Die USA verlegen Flugzeugträger, Kampfjets und Raketenabwehr in den Nahen Osten. Ein führender israelischer General warnt vor einem iranischen Erstschlag. Ein Krieg sei eine Frage von „Tagen oder Wochen“. Für Israel gilt diesmal nur ein Ende des Regimes als Ausweg. Washington schaffe dafür die militärischen Voraussetzungen.
USS Abraham Lincoln im Einsatz: Die USA fahren ihr Militär im Nahen Osten hoch.GETTYIMAGES/Stocktrek Images
Träger, Jets, Raketenabwehr: Washington schafft militärische Fakten. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat die US-Navy den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln samt Begleitschiffen in den Nahen Osten entsandt – zur Verstärkung der Präsenz angesichts der Iran-Spannungen. Ein solcher Trägerverband ist keine Symbolpolitik, sondern echte Kriegsfähigkeit: Dutzende Bordflugzeuge, Tomahawk-Marschflugkörper auf Begleitschiffen und deutlich verkürzte Reaktionszeiten.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) January 26, 2026
CENTCOM has confirmed that the USS Abraham Lincoln aircraft carrier and its strike group have entered the Middle East theater "to promote regional security and stability." pic.twitter.com/Rptk59GDlX
Parallel dazu wurden zusätzliche F-15E-Kampfflugzeuge in die Region geschickt – ein klassisches Muster vor möglichen Präzisionsschlägen. Auffällig ist zudem die Zunahme von Transport- und Tankerflügen Richtung Nahost. Militärbeobachter werten das als Aufbau von Munition, Ersatzteilen, Personalreserven und Logistik für einen längeren Einsatz.
Besonders brisant: Die USA haben ihre Patriot- und THAAD-Raketenabwehr in der Region verstärkt, um US-Stützpunkte und Partnerländer vor iranischen Raketen und Drohnen zu schützen.
Kurz: Washington rechnet nicht mit einem sauberen Kurzschlag – sondern mit massiver Gegenwehr.
Geheime Abstimmung mit Israel: CENTCOM-Chef in Jerusalem
Ein weiteres Signal, dass Washington die Lage ernst nimmt: Der Chef des US-Zentralkommandos CENTCOM reiste zuletzt nach Israel. CENTCOM ist das Nahost-Kommando der USA – zuständig für die US-Einsätze und Militärplanung von der Golfregion bis zum Roten Meer.
Solche Besuche sind mehr als Höflichkeit: In Militärkreisen gelten sie als Hinweis auf konkrete Einsatzabstimmung – von gemeinsamer Luftverteidigung über die Koordination möglicher Ziele bis zur Vermeidung gefährlicher Zwischenfälle im Luftraum, falls US- und israelische Maschinen gleichzeitig operieren.
USS Abraham Lincoln carrier strike group has just been spotted hanging off the south east of Oman.
— WarMonitor🇺🇦🇬🇧 (@WarMonitor3) January 26, 2026
It is within strike range of Iran, but hiding behind the Gulf means it has less vulnerability to anti ship missile fire. pic.twitter.com/c7W6afXYkA
„Der Krieg mit dem Iran ist unmittelbar bevorstehend“
Warum das militärische Aufgebot der Amerikaner so massiv ist, machen die Ausführungen des israelischen Brigadier Generals (Res.) Amir Avivi, Gründer des israelischen Sicherheits-Think-Tanks Israel Defense and Security Forum (IDSF), deutlich. Er rechnet fest mit einem Krieg, in dem Teheran alle Register zieht.
In einem aktuellen Video-Briefing warnt Avivi vor einer direkten Eskalation mit dem iranischen Regime: „Ich denke, der Krieg mit dem Iran ist unmittelbar bevorstehend. Wir sprechen von Tagen oder Wochen.“
Noch brisanter ist, was er als Ziel und Konsequenz einer Eskalation skizziert: „Wir blicken auf den kommenden Krieg mit dem Iran mit dem Zweck, dieses Regime zu stürzen und einen Regimewechsel im Iran herbeizuführen.“
Regime als schwach und illegitim
Avivi beschreibt das iranische Regime als massiv geschwächt: „Es hat seine Legitimität international und auch innenpolitisch verloren.“ Man wisse bereits: „Sie haben Zehntausende Iraner massakriert.“ Zugleich könne Teheran nicht mehr die Grundbedürfnisse der Einwohner sichern: „Sie können nicht einmal Wasser, Strom oder eine stabile Währung bereitstellen.“
Stattdessen flössen alle Ressourcen in Aufrüstung: „All ihre Energie, all ihr Geld, all ihre Technologie fließen in ballistische Raketen, Drohnen und nukleare Fähigkeiten.“ Avivis Fazit: „Dies ist ein historischer Moment. Diesmal kann sich wirklich alles verändern.“
Drei Wege in den Krieg
Avivi skizziert drei Eskalationsszenarien:
1) Iran greift zuerst an
„Sie wollen Rache. Sie wollen Israel beschießen. Sie wollen amerikanische Stützpunkte beschießen.“ Israels Worst Case: „Sie könnten uns mit sehr, sehr vielen ballistischen Raketen überfluten.“
2) Israel schlägt präventiv zu
„Israel sagt: Wir können nicht auf die USA warten, wir müssen einen Präventivschlag durchführen.“
3) US-geführter Angriff
„Das beste Szenario ist ein von den USA geführter Angriff auf das Regime – mit israelischer Unterstützung.“
Unabhängig vom Ablauf: „In jedem Szenario wird der Iran zurückschlagen.“
USS Abraham Lincoln (CVN 72) operates in the U.S. Central Command area of responsibility pic.twitter.com/uYdH0N09tr
— U.S. Central Command (@CENTCOM) October 29, 2024
Ziel: Regimesturz durch Militärschlag
Anders als nach dem israelisch-iranischen Zwölf-Tage-Krieg im Juni 2025 rechnet Avivi diesmal fest mit einem Umsturz: „Ich hoffe, dass wir nach diesem unmittelbar bevorstehenden Angriff den Sturz des Regimes sehen.“ Er verweist auf die blutige Niederschlagung von Protesten: „Sehr mutige Männer und Frauen sind mit bloßen Händen auf die Straße gegangen – und wurden erschossen.“
Ein US-Angriff könne die Revolte entfachen: „In dem Moment, in dem die USA einen Angriff durchführen, wird es einen Aufruf geben, die Machtzentren dieses Regimes zu stürmen.“ Avivi ist überzeugt: „Das wird passieren.“
Mehrfrontenkrieg: Hisbollah, Houthis, Cyber, Terror
Parallel droht eine regionale Explosion: „Der iranische Außenminister hat die Hisbollah im Libanon angewiesen, Israel zu beschießen, falls Iran erneut angegriffen wird.“ Teheran habe klargemacht: „Wir werden diese Realität kein zweites Mal akzeptieren.“
Avivi rechnet mit einer Mobilisierung aller iranischen Stellvertreter: „Die Iraner werden versuchen, all ihre Proxys zu mobilisieren – Hisbollah, Houthis, Milizen im Irak – dazu Cyberangriffe und Terroranschläge.“ Israels Drohung: „Wenn die Hisbollah Israel beschießt, wird diese Organisation an den Rand der Zerstörung gebracht werden.“
Tweet 1/4: The Invisible Shield 🛡️
— Himanshu Jain (@HemanNamo) January 25, 2026
The USS Abraham Lincoln isn't fighting alone. Its primary defense is the Carrier Strike Group (CSG)—a "Wolfpack" of Aegis destroyers that create a 100+ mile protective bubble. They track and intercept threats long before they reach the carrier. pic.twitter.com/DRFsjfexe1
Globale Terrorgefahr: Mossad in Alarmbereitschaft
Auch außerhalb des Nahen Ostens droht Eskalation: „Die Iraner operieren weltweit.“ Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad überwache Hinweise auf Anschläge gegen jüdische Gemeinden und israelische Touristen: „Sobald der Krieg beginnt, müssen wir sehr wachsam sein.“
Trump, USA – und ein neuer Naher Osten
Avivi sieht auch Washington klar positioniert: „Präsident Trump ist entschlossen, dieses Regime zu stürzen.“ Und weiter: „Gemeinsam werden die USA und Israel diesen Krieg entscheidend gewinnen und dieses Regime zu Fall bringen.“
Sein Ausblick: „Nach diesem Krieg wird es eine völlig andere Realität im Nahen Osten geben – und ganz sicher für Israel.“
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