Lässt Wiens Ludwig SPÖ-Chef Babler doch fallen?
In der SPÖ brodelt es gewaltig: Sinkende Umfragewerte, wachsender Unmut und immer mehr Spekulationen über einen internen Machtwechsel. Hält Wiens Bürgermeister Michael Ludwig Parteichef Andreas Babler wieder die Stange – oder zieht er ihm den Boden unter den Füßen weg?
In der SPÖ wächst die Nervosität – und das nicht erst seit gestern. Seit Monaten kursieren Gerüchte über eine mögliche Ablöse von Parteichef Andreas Babler. Der nächste Showdown könnte bereits am Freitag, den 13. Februar stattfinden, wenn Parteipräsidium und Vorstand zusammentreten. Dort könnte ein Gegenkandidat für den Parteitag am 7. März offiziell nominiert werden (exxpress berichtete).
Hinter den Kulissen wird dabei vor allem ein Name immer lauter genannt: Ex-Kanzler Christian Kern. Obwohl Kern öffentlich weiterhin defensiv auftritt, soll er intern aktiv Gespräche führen und Unterstützer sammeln. Laut Berichten gibt es dafür Rückhalt in mehreren Landesorganisationen – darunter Niederösterreich, Kärnten, Steiermark, Salzburg und Burgenland.
Ludwig im Zentrum des Machtpokers
Brisant ist dabei die Rolle von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Lange hieß es, Kern würde nur mit Ludwigs Segen antreten. Doch mittlerweile scheint es möglich, dass Kern auch ohne grünes Licht aus Wien kandidiert – sofern Ludwig sich nicht offen querlegct, berichtete der Kurier. Gleichzeitig heißt es aus dem Umfeld des Wiener Rathauses, Babler sitze „nicht fest im Sattel“. Damit rückt Ludwig einmal mehr ins Zentrum des roten Machtpokers: Hält er schützend die Hand über Babler – oder lässt er ihn nun doch fallen?
Kommt es mit Kern zu Neuwahlen?
Die Lage ist hoch explosiv: Eine Kampfabstimmung könnte die Partei weiter zerreißen und die Regierungskoalition belasten. Dennoch zeigt sich: Die Unzufriedenheit in der SPÖ ist längst nicht mehr zu überhören – und Bablers Tage könnten damit gezählt sein.
Sollte es tatsächlich zu einem Comeback von Christian Kern kommen, gilt es als höchst unwahrscheinlich, dass er sich mit der Rolle eines Vizekanzlers unter ÖVP-Chef Christian Stocker zufriedengeben würde – was Neuwahlen in greifbare Nähe rücken lassen könnte.
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